Kucharowits an Sobotka: Wie viele Kinder sind verschwunden, Herr Innenminister?

SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin will mittels parlamentarischer Anfrage Informationen zur Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Wien (OTS/SK) - „In Europa, in Österreich verschwinden Kinder – auch aus dem staatlichen Einflussbereich. Oftmals tauchen diese erst viele Jahre später wieder auf – wenn überhaupt. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, zeigt sich Katharina Kucharowits, SPÖ-Kinder und Jugendsprecherin, betroffen. Kucharowits hat eine Enquete zum Thema „Missing children“ organisiert, die sich mit dem Thema beschäftigt hat und sich in einer ExpertInnenrunde zu Maßnahmen zur Bekämpfung des Verschwindens beraten. Eine ihrer Erkenntnisse: „Aus den Erfahrungen, die wir von ExpertInnen geschildert bekommen haben, müssen wir davon ausgehen, dass Kinder wegen langer Asylverfahren und unzureichender Betreuung in den ersten Wochen und Monaten verschwinden. Wenn dem wirklich so ist, muss der Minister handeln! Es ist sein Verantwortungsbereich.“ ****

Aus diesem Grund und um Einblick in die Gegebenheiten, Asylverfahren von Kindern und Jugendlichen und deren Betreuung zu bekommen, hat Kucharowits eine Anfrage an den Innenminister eingebracht. Sie möchte unter anderem wissen, ob und wenn ja, wie viele Kinder und Jugendliche verschwinden, wie sich die Behörden in solch einem Fall verhalten oder welche Maßnahmen getroffen werden, damit Kinder und Jugendliche besonders geschützt werden. „Ich hoffe sehr, dass wir hier Daten bekommen – es wäre ja nicht das erste Mal, dass das Innenministerium keine Daten nennen kann, weil es diese einfach nicht erhebt. Wir brauchen jedoch Antworten. Also: Wie viele Kinder sind verschwunden, Herr Innenminister?“

Abschließend fordert Kucharowits den Minister zum raschen Handeln und zur Beantwortung der Anfrage auf: „Aus meiner Sicht wäre die Sicherstellung von qualitätsvoller Betreuung für Kinder und Jugendliche – also Obsorge ab dem ersten Tag – dringend nötig. Sie sind eine besonders vulnerable Gruppe, wie auch der Innenminister in einer kürzlich eingelangten Anfragebeantwortung schreibt, also müssen wir sie auch besonders schützen. Als ersten Schritt dazu erwarte ich, dass Minister Sobotka die gestern eingebrachte Anfrage noch in dieser Gesetzgebungsperiode beantwortet. Hier geht es um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen und das Ministerium muss die Verantwortung übernehmen. Die betroffenen Kinder haben sonst niemanden“, bekräftigt Kucharowits.

Die eingebrachte Anfrage an den Innenminister im Wortlaut:
http://tinyurl.com/ybnrwjcj (Schluss) sc/kg/mp

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