„Thema Spezial“ auf den Spuren mysteriöser Kriminalfälle

In vier Ausgaben ab 22. September jeweils Freitag um 21.20 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Nur fünf Prozent der Morde in Österreich sind ungeklärt, doch manche seit Jahrzehnten. Das Team von „Thema Spezial“ schaut in die Cold-Case-Akten der österreichischen Kriminalgeschichte und begibt sich ab 22. September 2017 jeweils Freitag um 21.20 Uhr in ORF 2 in vier Ausgaben auf die Spuren mysteriöser Kriminalfälle. In der ersten Sendung führt Christoph Feurstein ins Linz der 1980er Jahre.

Kopfschuss mitten in Linz – der Tod eines Sportjournalisten

27. Februar 1988: Mitten in der Nacht wird der bekannte Sportjournalist Günther Schädel in der Linzer Altstadt erschossen. Wie fast jeden Abend war er zuvor in seinen Lieblingsbars unterwegs. Erst zwei Wochen von seiner Ehefrau getrennt, war Schädel auf dem Heimweg in seine neue Wohnung unweit des Linzer Tummelplatzes. Dort wird er am frühen Morgen schwer verletzt gefunden. Wenig später stirbt er im Krankenhaus. Bis heute ist unklar, wer den tödlichen Schuss abgegeben hat. Unter Verdacht stand auch seine Frau Edith Nemetz. „Das Schlimmste war, dass die Polizei auch meinen damals zwölfjährigen Sohn Christian vernommen hat“, erzählt sie. „Ob er sich vorstellen kann, dass ich seinen Vater umgebracht hätte. Das verfolgt mich bis heute.“ Der wahre Mörder ist noch immer auf freiem Fuß. Christoph Bendas hat die heißesten Spuren noch einmal nachverfolgt.

Der Fall Tibor Foco – Schuld oder Unschuld?

Es ist eines der größten Kriminalrätsel Österreichs: 1987 wird der Zuhälter Tibor Foco für den Mord an einer Prostituierten zu lebenslanger Haft verurteilt. Von Anfang an gibt es Ungereimtheiten und Zweifel, sogar die Geschworenen wollen eine Wiederaufnahme des Prozesses erwirken. Tibor Foco selbst beteuert seine Unschuld. Tatsächlich widerruft die Kronzeugin fünf Jahre nach dem Urteil ihre belastende Aussage. Während Focos mitverurteilter Komplize freikommt, bleibt er in Haft. Dort hat er begonnen, Jus zu studieren. Bei einem Ausgang an die Universität gelingt Tibor Foco 1995 die Flucht. Obwohl ihm freies Geleit und eine Wiederaufnahme des Prozesses zugesichert werden, ist der heute 61-Jährige nie wieder aufgetaucht. Sascha Stefanakis hat nachgefragt.

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