Husten, Fieber, Durchfall, Ausschlag: Wann Kinder Auszeit brauchen

Wien (OTS) -

  • Leichter Schnupfen ist nicht problematisch
  • Mit Fieber immer zuhause bleiben
  • Pflegefreistellung gilt auch für nicht leibliche Kinder
  • Frischluft und Bewegung beugen Erkrankungen vor

Mit dem Herbst kommen die Krankheiten und Kinder mit ihrem noch nicht ausgereiften  Immunsystem sind für Infekte aller Art besonders anfällig. Berufstätige Eltern stellen die in Betreuungseinrichtungen virulenten  Tröpfchen- und Schmierinfektionen vor organisatorische Herausforderungen. Wann müssen Eltern beim Sohn, bei der Tochter zuhause bleiben, wann lässt sich der Besuch von Schule und Kindergarten durchaus verantworten?

„Ein leichter Schnupfen ist noch kein Grund, das Kind zuhause zu lassen“, sagt UNIQA Medizinerin Denise Pajank. Ein klares Nasensekret und ein weitgehend unbeeinträchtigter Allgemeinzustand zeigen an, dass der Schnupfen harmlos ist. Hat das Kind zwar keine weiteren Symptome wie Fieber oder Schmerzen, ist aber im Befinden merklich beeinträchtigt, kann auch ein einzelner Tag Auszeit helfen. „Das Kind erholt sich einen Tag lang und ist damit widerstandsfähiger gegen mögliche bakterielle Folgeinfekte, die in Kindergarten und Schule lauern“, so Pajank. Ebenfalls sollten Kinder bei Magen-Darminfekten mit Erbrechen und/oder Durchfall zu Hause bleiben.

Alarmsignale Husten, Atembeschwerden, Schmerzen
Bei Verdacht auf eine bakterielle Erkrankung ist immer Vorsicht geboten. Symptome wie starker, bellender Husten oder erschwertes Atmen deuten auf abklärungs- und behandlungsbedürftige Infekte. Schmerzen lassen sich bei Kindern, die sich noch nicht artikulieren können, auch ohne Worte erahnen: Ein häufiger Griff ans Ohr, Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder geschwollene Lymphknoten im Halsbereich sind immer verdächtig. Pajank: „Eltern kennen ihre Kinder am besten. Wenn Eltern merken, dass es ihrem Kind nicht gut geht, dass es anders ist als sonst, sollten sie immer einen Arzt aufsuchen.“ Dasselbe gilt bei Hautausschlägen mit Fieber und Schluckbeschwerden. „Es könnte sich um schwerer wiegende Infektionen wie den durch Streptokokken ausgelösten Scharlach handeln, den Kinder auch mehrfach bekommen können.“ Prinzipiell sollte jeder Ausschlag oder jede auffällige Hautveränderung wie z. B. eine punktförmige Haut- oder Schleimhautblutung vom Arzt begutachtet werden.

Bakterielle Infektionen gehen meist mit hohem Fieber einher und Fieber ist immer ein Grund, das Kind zuhause zu lassen. Um wieder in Schule oder Kindergarten zu gehen sollte es je nach Allgemeinzustand mindestens zwei Tage lang fieberfrei sein. Im Zweifel entscheidet der Kinderarzt. Scharlach, aber auch Mandel- und Mittelohrentzündungen sind mit Antibiotikatherapie nach wenigen Tagen nicht mehr ansteckend. Also ab in die Betreuungseinrichtung? „Nein“, sagt die UNIQA Medizinerin: „Diese Krankheiten bedürfen der körperlichen Schonung, auch wenn es dem Kind bereits deutlich besser geht.“

Pflegefreistellung: Nicht nur fürs leibliche Kind
Eltern können im Widerstreit von Kindeswohl und beruflichen Verpflichtungen leicht unter Druck geraten. Doch: Ist die im Urlaubsgesetz geregelte Woche Pflegefreistellung pro Arbeitsjahr aufgebraucht, steht für Kinder bis zum 12. Geburtstag eine zweite zu. Voraussetzung: Es muss sich um eine neuerliche Erkrankung handeln. Anspruch auf Pflegefreistellung haben Eltern seit 2013 auch in Patchworkfamilien oder fürs eigene Kind, das nicht im selben Haushalt lebt.

Notwendiges Training fürs Immunsystem
Kann man Erkrankungen bei Kindern vorbeugen? Pajank: „Ganz wichtig sind viel Bewegung, am besten an der frischen Luft und bei jedem Wetter. Ziehen Sie dem Kind dabei nicht zu viel an, Schwitzen ist in der kalten Jahreszeit besonders gefährlich.“ Auch eine ausgewogen Ernährung spielt präventiv eine Rolle zur Vermeidung von Mangelerscheinungen. Aber „banale Krankheiten sind ein Training fürs Immunsystem und irgendwann müssen Kinder da durch. Grundsätzlich gilt sogar, je früher, desto besser. Ein Organismus, der bereits Erfahrung mit gängigen Infekten hat, kann die Abwehr schneller mobilisieren.“

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