Hofer und Pichler präsentieren die Forderungen „Behindertenpolitik 2017 – 2022“ in gemeinsamen Pressegespräch.

Pressegespräch Behindertenanwalt und Österreichischer Behindertenrat 20.9.2017

Wien (OTS) - Ganz nach dem Motto, dass ein gemeinsames Vorgehen das effektivere ist, legten Behindertenanwalt Hansjörg Hofer und Präsident des Behindertenrates Herbert Pichler bei der Pressekonferenz am 20.9. 2017 ein Positionspapier mit Forderungen an die zukünftige Bundesregierung vor.

Bei rund 1,3 Millionen Menschen in Österreich, die sich selbst als Mensch mit Behinderung betrachten (Mikrozensus, Statistik Austria), darf die künftige Bundesregierung noch immer bestehende Benachteiligungen und Diskriminierungen nicht weiter ignorieren. Während bis vor kurzem noch „Integration“ das Schlagwort war – also die Unterstützung des Einzelnen, ins System zu passen, ist die „Inklusion“ das Ziel, also die Anpassung des Systems an alle seine Komponenten.

Von der neuen Regierung wird neben Verbesserungen in den ewigen Krisenthemenkreisen Bildung, Arbeit und Beschäftigung, persönlicher Assistenz, Wohnen, Pflegevorsorge, Weg zum Recht und Finanzierung auch gefordert, die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und den Nationalen Aktionsplatz Behinderung (NAP) in das Regierungsprogramm aufzunehmen.

Die Einrichtung und Umsetzung eines Inklusionsfonds, der ähnlich dem Pflegefonds von Bund und Ländern gespeist werden soll, um dem Bedarf an zusätzlichen Mitteln nachzukommen, ist eines der vielen gemeinsamen Ziele.

Im Weiteren wurde mehrfach betont, dass die Unternehmungen der zukünftigen Bundesregierung nicht nur unter genauer Beobachtung von Behindertenanwalt und Behindertenrat stehen werden, sondern beide Instanzen eine aktive Rolle in Beratung und Regulation zu spielen bereit sind.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreicher sieht der Zusammenarbeit von Behindertenanwalt und Österreichischem Behindertenrat positiv entgegen und unterstützt die in der Pressekonferenz vorgelegten Forderungen.

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