SJ-Herr: „Trotz Wahlkampf einen Schritt in die richtige Richtung setzen: NR muss SPÖ-Antrag zustimmen!“

NR-Kandidatin begrüßt Wohn-Vorstoß der SPÖ und fordert mehr Wohnbau, Rückzieher der FPÖ überrascht nicht, ÖVP im Out

Wien (OTS) -

„Neben all den leeren Sprechblasen im bisherigen Wahlkampf ist es sehr erfrischend, wenn es endlich auch konkrete Schritte zur Lösung sozialer Probleme gibt“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und Kandidatin für den Nationalrat, über den SPÖ Mietrechts-Vorstoß. „Ich fordere hier schon lange mehr Bewegung, weil die rapide steigenden Mieten vielen Menschen zur Belastung geworden sind“, erklärt Herr und ist daher über den SPÖ-Antrag zu Mietzinsobergrenzen und Bestellerprinzip bei Maklergebühren sehr erfreut.

„Am Mittwoch hat der Nationalrat noch ein Mal vor der Wahl die Möglichkeit, reale Verbesserungen für viele Menschen zu erreichen“, meint die NR-Kandidatin. Wenig überrascht ist sie vom angekündigten Nein der FPÖ zum SPÖ-Antrag. „Geht es mal um Nägel mit Köpfen macht die FPÖ einen Rückzieher und von den schönen Worten bleibt herzlich wenig über. Kein Wunder, stecken doch hinter den blauen Phrasen die knallharten Interessen der HausbesitzerInnen!“, so Herr. Auch wenn wegen einem Nein von FPÖ und ÖVP die Chancen auf Annahme gering sind, hält sie den Schritt für richtig: „Im freien Spiel der Kräfte im Parlament können die WählerInnen sehen, wer wessen Interessen vertritt und wem niedrige Mieten wirklich ein Anliegen sind.“

Kurz und die ÖVP haben sich bei diesem Thema sowieso schon ins Out geschossen. „Wer angesichts der aktuellen Lage am Wohnungsmarkt nur an Eigentum denkt, hat keinen blassen Schimmer. Gerade junge Familien suchen verzweifelt nach leistbarem Wohnraum. Wo sollen die das Geld für eine Eigentumswohnung herzaubern?“, fragt Herr und sieht das türkise Wohnprogramm auch sonst am Ziel vorbei. Neben der Frage Miete oder Eigentum geht es ja auch um das fehlende Angebot.

Genau dafür hat Herr konkrete Vorschläge, die sie in der kommenden Legislaturperiode umsetzen möchte. „Nur ein größeres Angebot an öffentlichem Wohnbau kann die steigende Nachfrage decken!“, ist sich die SJ-Vorsitzende sicher. Die Finanzierung eines ambitionierten Wohnbauprogramms soll durch einen gerechten Beitrag der Reichen erfolgen: „Eine Millionärssteuer ist eine notwendige Maßnahme, um nicht nur der Wohnungsnot entgegenzuwirken, sondern auch für mehr Gerechtigkeit zu sorgen!“

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