71. NÖ Bauernbundwallfahrt setzte Zeichen für Zusammenhalt

Schultes und Tanner: „Wer glaubt, ist nie allein“ - Leitgedanke ist der Glaube als Bindeglied der Gesellschaft.

St.Pölten / Mariazell (OTS) - „Unsere Bäuerinnen und Bauern schaffen die Grundlage für unsere Lebensqualität und für die wirtschaftliche Dynamik im Land“, betonten NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes und Direktorin Klaudia Tanner bei der 71. NÖ Bauernbundwallfahrt zur Mariazeller Basilika. Mehr als 1600 Pilgerinnen und Pilger aus allen Regionen Niederösterreichs kamen am 16. und 17. September trotz Regenwetters zur "Magna Mater Austriae" in den steirischen Wallfahrtsort, um die christlichen Traditionen und die Leistungen der Landwirtschaft für die Gesellschaft hochzuhalten.

Die Pontifikalmesse am Sonntag, 17. September, zelebrierte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng, der an diesem Tag auch seinen 77. Geburtstag feierte. Er erinnerte in seiner Predigt an die Begründer der Wallfahrt und hob die christlich-soziale Orientierung der niederösterreichischen Bauernbund-Familie hervor. Eingeleitet wurde die Festmesse vom neuen Superior von Mariazell, Pater Michael Staberl, dem der neue Bauernbund-Seelsorger Pater Altmann Wand assistierte. Musikalisch umrahmt wurde das Hochamt durch den Projektchor der Chorszene NÖ und dem Bläserensemble des NÖ Blasmusikverbandes unter der Leitung von Dirigent Gottfried Zawichowski.

Das Thema der Wallfahrt „Wer glaubt, ist nie allein“ entstammt der Rede des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bei seiner Amtseinführung im Jahr 2005. Daran knüpfte auch Landeshauptfrau Hanni Mikl-Leitner in ihrer Festansprache am Sonntag vor den versammelten Wallfahrern an. Wer glaube, der halte nicht nur Traditionen hoch, sondern der sei auch gerüstet für neue Herausforderungen, hielt Mikl-Leitner fest.

Neue Herausforderungen, neue Gerechtigkeit

„Wir stehen vor neuen Herausforderungen und brauchen eine neue Gerechtigkeit: Das heißt für mich nicht, ‚Ich hol mir, was mir zusteht’. Das heißt für mich mehr Anerkennung für diejenigen, die mit ihrem Fleiß und ihrer täglichen Arbeit den Wohlstand unseres Landes überhaupt erst möglich machen, aber weiterhin auch Schutz und Hilfe für diejenigen, die tatsächlich auf unsere Unterstützung angewiesen sind“, baut Mikl-Leitner in der Arbeit für das Land auf bäuerliche Werte, wie Fleiß, Leistungswillen und die Bereitschaft "das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen."

Den Leitgedanken der Wallfahrt und die Leitlinien des Bauernbunds betonte zuvor schon LK-Präsident NÖ Bauernbundobmann Hermann Schultes bei der Wallfahrerkundgebung. Er beschrieb die bäuerlichen Familienbetriebe und deren gelebtes Denken in Generationen inklusive einer geordneten Hofübergabe an die jungen Betriebsführer auch als Leitlinien des NÖ Bauernbunds für die anstehende Nationalratswahl. Mit Sebastian Kurz habe die ÖVP einen jungen Parteiobmann, der „gemäß dem Motto ‚Es ist Zeit’ einen neuen Stil im Land vertritt und der auch Herausforderungen und Probleme klar anspricht“, so Schultes.

Teilnehmer an der Wallfahrt an diesem Wochenende waren weiters Bundesminister Wolfgang Sobotka, LH-Stv. Stephan Pernkopf, Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko, der Spitzenkandidat des NÖ Bauernbunds für die NationalratswahlÖsterreichischer Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, der Österreichische Bauernbund-Präsident Georg Strasser und Direktor Norbert Totschnig, LH a.D. Erwin Pröll, die Vizepräsidenten der NÖ Landwirtschaftskammer Theresia Meier und Otto Auer sowie Direktor Franz Raab, die Ehrenobmänner des NÖ Bauernbunds, Franz Blochberger und Rudolf Schwarzböck, Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, VP NÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner, NÖ Volkskultur-Chefin Dorli Draxler, NÖ Jungbauern-Obmann Martin Sturm, Aufsichtsratspräsident Josef Pleil, RWA-Generalsdirektor Reinhard Wolf sowie zahlreiche Abgeordnete, Mandatare und Kandidaten des NÖ Bauernbunds.

NÖ Landjugend mit Fußwallfahrt dabei

Gestartet wurde die Wallfahrt bereits am Samstag, 16. September, mit einer Fußwallfahrt der NÖ Landjugend unter der Leitung von Anna Haghofer und Gerald Wagner. Seit mittlerweile bereits elf Jahren nehmen die Jugendlichen einen über 20 Kilometer langen Fußweg nach Mariazell auf sich. Die abendliche Messfeier, musikalisch umrahmt vom Chor „Zaumgwürfelt“ der Landjugend Hofstetten-Grünau, fand ihren auch schon traditionellen Abschluss und Höhepunkt in der stimmungsvollen Lichterprozession aller Pilger durch den Wallfahrer-Ort.

Die Geschichte der NÖ Bauernbundwallfahrt geht zurück auf ein Gelöbnis von Leopold Figl und Josef Reither. Sie gelobten in der Zeit des Nationalsozialismus in der Hoffnung, dass Österreich wieder Freiheit und Selbstständigkeit erlangen werde, zum Dank jedes Jahr Niederösterreichs Bauern in einer Wallfahrt nach Mariazell zu führen. (Schluss)

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