AK: 25 Jahre treue Dienste, am Ende stand eine ungerechtfertigte Entlassung

AK hat 33.000 Euro für Arbeitnehmer herausgeholt

Wien (OTS) - Fast 25 Jahre ohne Unterbrechung war Herr G. bei einem Getränkezulieferer beschäftigt und hat seine Arbeit stets unbeanstandet verrichtet. Immer wurden die Lieferscheine genau kontrolliert und die jeweilige Lieferung von Kundenseite als korrekt bestätigt. Dann auf einmal der Vorwurf aus heiterem Himmel: Der Betreiber eines Lokals kontaktiert telefonisch den Arbeitgeber des Lieferanten und meldet, dass der Lieferschein nicht mit der Ware, die geliefert worden sei, übereingestimmt hat. Also Folge des Telefonats sprach der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer die Entlassung aus – zuerst mündlich, am darauf folgenden Tag auch schriftlich. Der Arbeitnehmer wollte weder den Vorwurf noch die Entlassung auf sich sitzen lassen und wandte sich an den Rechtschutz der AK Wien. Nach Prüfung des Sachverhaltes war für die Rechtschützer der AK klar: die Entlassung war ungerechtfertigt. Da eine Intervention beim Arbeitgeber nicht erfolgreich war, wurde Klage gegen die Entlassung bei Gericht eingebracht. Das Gericht schloss sich der Rechtsansicht der AK an und sah ebenfalls keinen Entlassungsgrund. Das Arbeitsverhältnis konnte zwar nicht gerettet werden, aber dem Arbeitnehmer wurden inklusive Zinsen fast 33.000 Euro an Kündigungsentschädigung und Abfertigung zugesprochen.

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