PVÖ-Konferenz (2)- Rendi-Wagner: Sozialdemokratie ist Garantie, dass unser Gesundheitssystem nicht nur gut bleibt, sondern besser wird

Regionale Gesundheitszentren bieten umfassende Versorgung und bessere Rahmenbedingungen für ÄrztInnen

Wien (OTS/SK) - Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner hat heute, Dienstag, bei der Sozialkonferenz des Pensionistenverbands Österreich klargestellt, dass „Österreich im internationalen Vergleich beim Zugang zur Gesundheitsversorgung im Spitzenfeld liegt. Dafür investieren wir auch viel ins Gesundheitssystem und das ist richtig so, denn bei der Gesundheit darf nicht gespart werden. Es gibt aber auch in Österreich Herausforderungen, die wir ernst nehmen müssen.“ Die Herausforderung bestehe darin, dafür zu sorgen, dass die Menschen länger in Gesundheit leben können: „Wir brauchen zukunftsfähige Lösungen, die unser Gesundheitssystem Schritt für Schritt absichern und auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten“, so Rendi-Wagner. Mit dem Ausbau der Regionalen Gesundheitszentren wird hier ein maßgeblicher Schritt gesetzt. ****

Bei allen Reformschritten müsse der Mensch immer im Mittelpunkt stehen, betonte Rendi-Wagner: „Umfassende Versorgung heißt, nicht erst bei Krankheit anzusetzen, sondern dafür zu sorgen, dass die Menschen möglichst lange gesund und aktiv bleiben“. HausärztInnen spielen dabei eine zentrale Rolle. Bis zum Jahr 2025 werden jedoch rund 60 Prozent der HausärztInnen in Pension gehen. „Wir brauchen daher neue Rahmenbedingungen, damit diese Tätigkeit attraktiv bleibt - gerade auch in ländlichen Regionen.“ Für die Bevölkerung „wollen wir ein starkes medizinisches Versorgungsangebot.“

Die Regionalen Gesundheitszentren bieten genau das: umfassende medizinische Versorgung nah am Wohnort zu längeren Öffnungszeiten auch am Wochenende einerseits, andererseits ermöglichen sie es ÄrztInnen, mehr im Team zu arbeiten und etwa Familie und Beruf gut zu vereinbaren. HausärztInnen und ein Team von Pflegekräften, TherapeutInnen, SozialarbeiterInnen oder auch DiätologInnen begleiten z.B. die Behandlung nach einem Krankenhausaufenthalt, arbeitet mit mobilen Pflegediensten zusammen oder unterstützt bei chronischen Krankheiten. „Die Gesundheitszentren, die es bereits gibt, in Oberösterreich und in Wien, sind sehr erfolgreich“, ergänzt die Ministerin.

Eine andere Herausforderung sind Wartezeiten auf Untersuchungen. In den letzten Jahren sind die Wartezeiten auf eine Magnetresonanzuntersuchung immer länger geworden. „Diese Schieflage ist inakzeptabel. Gerade wenn Menschen krank sind, müssen sie sich auf unsere Gesundheitsversorgung verlassen können“, und diese „darf nicht von der Geldtasche abhängen“, stellte Rendi-Wagner klar. Die SPÖ hat erreicht, dass Wartezeiten auf CT-Untersuchungen ab 1.1.2018 nicht länger als 10 Arbeitstage sein dürfen, auf MRT-Untersuchungen nicht länger als 20 Arbeitstage. Eine weitere Maßnahme, die bereits erfolgreich als Pilotprojekt in Wien, NÖ und Vorarlberg angelaufen ist und die Treffsicherheit des Gesundheitssystems verbessern soll: Die Telefonische Gesundheitsberatung 1450.

„Wir sehen in den USA, wie schnell konservative und neoliberale Kräfte sich daran machen, ein staatliches Gesundheitssystem zu zerstören, wenn sie die Macht und die Möglichkeit dazu haben“, machte Rendi-Wagner deutlich. „Ich sage euch hier und jetzt: Nur die Sozialdemokratie ist die Garantie dafür, dass unser Gesundheitssystem nicht nur so gut bleibt, wie es ist, sondern besser wird!“ (Schluss) sc/ew

 

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