NEOS zu OECD Studie: Keine Besserung in Sicht

Matthias Strolz: "Im Bildungsbereich ist Feuer am Dach - ein Chancen-Bonus soll Schulen Mittel zur Verfügung stellen, die individuellen Herausforderungen selbstständig anzupacken."

Wien (OTS) - Ernüchtert zeigt sich Matthias Strolz, Bildungssprecher und NEOS-Vorsitzender, über die heute präsentierten Ergebnisse der OECD Studie „Bildung auf einen Blick“. „Seit Jahren kennen wir die Probleme, aber diese Regierung hat es nicht geschafft, entschlossene Schritte zu setzen. Auch die halbherzige Bildungsreform wird daran nicht wesentlich etwas zum Besseren ändern.“

Besonders ärgerlich ist für Strolz, dass in Österreich der sogenannte "Bildungsaufstieg" nach wie vor viel zu selten gelingt. Nur zehn Prozent der Kinder von Eltern, die selbst keinen Hochschulabschluss haben, absolvieren ein Studium an einer Uni bzw. einer anderen Hochschule. OECD-weit sind es doppelt so viele. Zudem sei es eine bedenkliche Entwicklung, dass sich auch der Anteil junger Menschen, die sich weder in Beschäftigung noch in Ausbildung befinden in Österreich  von 11,7 Prozent auf 13,2 Prozent erhöht hat.

„Hier haben wir dringenden Handlungsbedarf und müssen bereits in der Schule ansetzen,“ fordert Strolz, und weiter: „Als kurzfristige Maßnahme ist es daher notwendig, allen Schulstandorten finanzielle Mittel für diese Herausforderung zur Verfügung zu stellen. Wir wollen hier 400 Mio Euro, einen sogenannten Chancen-Bonus, in die Hand nehmen. Die Höhe dieses zusätzlichen Budgets wird anhand des Bildungshintergrundes der Eltern berechnet. Dieses Geld steht den Schulen für maßgeschneiderte Konzepte zur Verfügung. Wir trauen den Expertinnen und Experten vor Ort zu, dass sie die besten Lösungen selbst finden,“ stellt Strolz fest.

„Auch die Bildungsausgaben gemessen am BIP sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das ist das falsche Signal“, ist sich Strolz sicher. „Der Bildungsstandort Österreich gerät zunehmend in Bedrängnis. Bildungspolitik wird immer noch als Partei- und Machtpolitik begriffen. Wir NEOS werden hier weiter entschlossen gegensteuern,“ stellt Strolz fest.



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