Kaske zu Bildung auf einen Blick: „Kindergärten ausbauen, Karrierechancen von Frauen verbessern“

Außerdem zweites Gratiskindergartenjahr endlich umsetzen, Schulfinanzierung auf Chancenindex umstellen

Wien (OTS) - „Österreich verschleudert Talente, wenn es Frauen nach bester Ausbildung nicht ermöglicht, der Qualifikation entsprechend zu arbeiten“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zur heute präsentierten OECD-Studie „Bildung auf einen Blick“. Die OECD begründet den geringen Effekt bester Abschlüsse von Frauen mit unterschiedlichen Jobchancen von Männern und Frauen. Kaske: „Dem kann ich leider nur zustimmen.“ Um die Berufs- und Karrierechancen von Frauen zu verbessern fordert die AK: Auch nach 2017 muss der Bund den Ausbau der Kinderbetreuung fördern. Das zweite Gratiskindergartenjahr muss endlich kommen. Und in der Frauenförderung darf die Quote in Aufsichtsräten nur der erste Schritt sein.

Beim Ausbau der Kinderbetreuung geht es sowohl um die Berufs- und damit Karrierechancen von Frauen als auch um bessere Bildungschancen für die Kinder, erinnert Kaske. Hier falle Österreich laut OECD-Studie vor allem dadurch auf, dass es für elemantarpädagogische Betreuung weniger ausgibt als im OECD-Schnitt (gemessen an der Wirtschaftsleistung). Dramatisch findet Kaske, dass das zweite Gratiskindergartenjahr schon ewig vereinbart, aber noch immer nicht umgesetzt ist: „Da erwarte ich mir rasch Ergebnisse.“

Nicht zuletzt wäre das zweite Gratiskindergartenjahr wesentlich, um allen Kindern die Chance auf beste Bildung und Ausbildung zu bieten – laut OECD-Studie erreichen nach wie vor nur zehn Prozent der jungen Erwachsenen, deren Eltern nicht selbst studiert haben, einen Hochschulabschluss.

Damit die Schulen besser fördern können, fordert Kaske eine Schulfinanzierung nach Chancenindex: Schulen sollen mehr Geld bekommen, wenn sie viele SchülerInnen haben, denen die Eltern selbst nicht beim Lernen helfen können. Überdies darf beim Ausbau von Ganztagsschulen bester Qualität nicht nachgelassen werden.

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