OECD-Bildungsstudie – Grossmann fordert kostenlose Ganztagsschule und mehr LehrerInnen für Brennpunktschulen

Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich erhöhen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann sieht in der OECD-Bildungsstudie „Education at a glance 2017“ eine gute Übersicht über die Stärken und Schwächen des heimischen Bildungssystems und eine wichtige Grundlage für faktenbasierte Bildungspolitik. Für Grossmann zeigt sich einmal mehr, dass Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich eine zentrale Zukunftsfrage für das österreichische Bildungssystem ist: „Kaum wo wird Bildung so vererbt wie in Österreich – d.h., Bildungschancen sind nach wie vor sehr stark von der Herkunft geprägt. Wir müssen die Hürden für gute Bildung deshalb abbauen – etwa durch kostenlose Ganztagsschulplätze, damit alle Kinder diese pädagogisch sinnvolle Schulform besuchen können, ohne dass sich Eltern um die Kosten sorgen müssen“, so Grossmann heute, Dienstag. ****

Die international beschämend niedrige Anzahl an HochschulabsolventInnen, deren Eltern noch keinen Hochschulabschluss hatten, zeige, dass bei der Chancengerechtigkeit im Bildungssystem „noch vieles im Argen liegt“. Deshalb hat die SPÖ in den letzten Monaten und Jahren verstärkt in diesen Bereich investiert, etwa durch Integrationsmaßnahmen wie SprachlehrerInnen und SozialarbeiterInnen oder mit Mitteln von 750 Mio. Euro für Ganztagsschulen. Damit wir aber jene erreichen, für die die Ganztagsschule durch ihre Förderangebote besonders sinnvoll wäre, will die SPÖ den Besuch kostenlos machen. Weiters soll es 5.000 LehrerInnen mehr für jene Schulen geben, die nach einem „Chancenindex“ berechnet besondere Herausforderungen zu bewältigen haben.

„Österreich investiert zwar - wie die OECD-Analyse zeigt – auf Grund der kleinen Klassengröße, der relativ niedrigen Unterrichtsverpflichtung und den vergleichsweise hohen LehrerInnengehältern viel in jedes Schulkind. Gemessen am BIP haben wir aber im OECD-Vergleich noch immer leicht unterdurchschnittliche Ausgaben. Bildung ist die wichtigste Ressource unserer Gesellschaft, deshalb brauchen wir weitere Investitionen wie die kostenlose Ganztagsschule, die Digitalisierungs-Offensive für alle SchülerInnen oder eben 5.000 zusätzliche LehrerInnen“, so Grossmann. (Schluss) ah/mb

  

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