Medienkünstlerin Kathrin Stumreich ist FEMtech-Expertin des Monats

Wien (OTS) - Die Kunstschaffende Kathrin Stumreich ist von der FEMtech-Jury zur Expertin des Monats September gewählt worden. Die gebürtige Innsbruckerin forscht, arbeitet und lehrt als Medienkünstlerin an der Schnittstelle von neuen Medien, Klangkunst und Technologie. Seit 2008 ist sie mit ihren Werken bei zahlreichen österreichischen und internationalen Ausstellungen, Kongressen und Festivals vertreten. **** 

„Es geht in meinen Werken um die Schnittstelle zwischen analogen und digitalen Technologien. Ich verwandle die Codes, die diesen Verfahren zu Grunde liegen, in Melodien oder Geräusche“, beschreibt Stumreich ihre Arbeit, die Kunst und Technologie zusammenführt. 

Die von Stumreich verwendeten „Codes“ haben nachvollziehbare und reproduzierbare Strukturen. In ihrem Projekt „Fabric Machine“ werden diese Codes akustisch übersetzt. Anhand des Webmusters von unterschiedlichen Stoffen, das von einem Lichtsensor gescannt wird, entstehen Töne und Melodien. Vergleichbar wäre der Vorgang mit der ältesten noch verwendeten analogen Technik zur Abbildung der Tonspur beim Film, der sogenannten Lichttontechnik. 

Auch neue Technologien, wie etwa Virtual-Reality-Brillen, greift die Medienkünstlerin auf. „Gerade bevor neue Technologien zum Standard werden, ist es von der künstlerischen Seite interessant, sie zu bearbeiten und kritische Positionen dazu einzunehmen“, meint die Expertin. Stumreich beschäftigt sich auch mit dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). „Es ist wichtig, dass diese undurchsichtige ‚Black Box‘ der Maschinen oder Roboter transparent gestaltet wird. Ein essentieller Punkt ist, dass man als Mensch selbst noch die Kontrolle darüber hat.“ 

Kathrin Stumreich hat unter anderem Digitale Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert. Neben dem künstlerischen Schwerpunkt ist auch die Vermittlung technischer Kenntnisse, wie Programmieren, Vermittlung von Grundwissen der Elektrotechnik, elektroakustische Datenübertragung etc. ein wichtiger Teil der Ausbildung. Zur Rolle von Frauen an der Schnittstelle zwischen Technik und Kunst ist die Expertin der Auffassung, dass Frauen interessiert und motiviert wären, sich in diesem Punkt aber oft zurückhaltender geben als Männer. Ihrer Meinung nach ist es besonders wichtig „Selbstbewusstsein zu fördern, hinter seinen Ideen zu stehen und diese auch präsentieren zu können“. 

Für ihre Installation „What would Ted Kaczynski´s daughter do?“ wurde Stumreich mit dem Marianne.von.Willemer.2016 Preis der Stadt Linz ausgezeichnet. Ausgezeichnet werden Frauen, die digitale Medien als künstlerisches Werkzeug und Ausdrucksmittel nutzen. Die Installation ist noch bis Ende des Jahres im Ars Electronica Center in Linz ausgestellt.  

SERVICE: FEMtech-Expertin Kathrin Stumreich im Video-Interview  

https://youtu.be/huniCnEit_c

www.femtech.at 

Um die Leistungen von Frauen im Forschungs- und Technologiebereich sichtbar zu machen, zeichnet das bmvit seit 2005 Frauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank aus. Monatlich werden drei Fachfrauen aus der FEMtech-Expertinnendatenbank nominiert. Eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury aus hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Wissenschaft und des Personalmanagements wählt die FEMtech-Expertin des Monats aus. Das ausführliche Porträt der "FEMtech-Expertin des Monats" finden Sie auf www.femtech.at

Mit FEMtech unterstützt das bmvit Frauen in Forschung und Technologie und schafft Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung. FEMtech setzt Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung, zur Sensibilisierung, zur Sichtbarmachung sowie zur Förderung der Karrieren von Frauen in Forschung und Technologie. (Schluss)

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