EANS-News: RHI AG / Geplante Anpassungen im Produktionsnetzwerk schreiten voran

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Strategische Unternehmensentscheidungen

Wien - Der geplante Zusammenschluss der RHI AG mit der brasilianischen Magnesita wurde von der Europäischen Kommission am 28. Juni 2017 unter Auflagen genehmigt. Heute unterzeichnete RHI einen Vertrag mit einem europäischen Feuerfestanbieter über den Verkauf des Dolomitgeschäftes im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Veräußerung umfasst die Produktionsstandorte Marone, Italien, und Lugones, Spanien. Der Umsatzbeitrag der beiden RHI Standorte betrug im Geschäftsjahr 2016 rund EUR 50 Mio und stellt rund 3% des Konzernumsatzes des Jahres 2016 dar. Für das Closing der Transaktion bedarf es der Bestätigung des Käufers durch die Europäische Kommission. Resultierend aus der Transaktion wird ein positiver Ergebnisbeitrag im mittleren einstelligen Millionenbereich im 4. Quartal 2017 erwartet.

"Mit der Veräußerung der beiden Standorte ist auch der Zusammenschluss der RHI AG mit Magnesita weiterhin voll im Zeitplan." kommentiert CEO Stefan Borgas. "Mit der Bestätigung seitens der Europäischen Kommission rechnen wir in absehbarer Zeit."

Ende August erfolgte auch die Vertragsunterzeichnung zur Veräußerung der Produktionsstandorte San Vito, Italien, und Sherbinska, Russland. Mit dem im 3. Quartal 2017 erwarteten Closing der Transaktion trennt sich der RHI Konzern von der mit hohen Fixkosten verbundenen Produktion schmelzgegossener Feuerfestprodukte zum Einsatz in der Glasindustrie. Der Umsatz, der mit Produkten generiert wurde, die in diesen beiden Werken erzeugt wurden, betrug im Geschäftsjahr 2016 rund EUR 26 Mio. Die Bewertung der Veräußerungsgruppe basierend auf dem Kaufpreisangebot führte zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 1,7 Mio im 2. Quartal 2017.

Im 1. Halbjahr 2017 wurde am Standort Aken, Deutschland, die Produktion auf unbestimmte Dauer unterbrochen. Der Vorstand beabsichtigt, das Werk zu veräußern oder zu schließen, um die Auslastung des Produktionsnetzwerkes sicherzustellen. Die stillstehenden Anlagen wurden zum Stichtag 30.06.2017 um EUR 5,5 Mio wertgemindert.

"Die globale Netzwerkoptimierung der RHI schreitet voran. Wie geplant, arbeiten wir die einzelnen Maßnahmen ab und optimieren unsere Aufstellung auch geografisch in jeder Hinsicht" betont Borgas.

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