Wiener SPÖ-Frauen: 15. Oktober ist Richtungsentscheidung für Frauen

Netzwerktreffen für Ehrenamtliche im ega: Muna Duzdar, Renate Brauner und Sandra Frauenberger bedankten sich für Engagement von Frauen

Wien (OTS/SPW) -  Die ehrenamtliche Hilfe von Freiwilligen ist eine große Stütze für unsere Gesellschaft. Dieses Engagement der Wienerinnen steht bei der Initiative „Frauen helfen Frauen helfen“ im Mittelpunkt. Die Wiener SPÖ-Frauen unterstützen Ehrenamtliche mit Empowerment-Trainings und einer Plattform, auf der sie sich austauschen und vernetzen können. Am Mittwochabend fand dazu ein Sommerfest mit Freiwilligen im Frauenzentrum ega statt. Frauensekretärin Nicole Berger-Krotsch führte durch den Abend und hatte große Freude daran, dass viele SPÖ-Frauen, Kandidatinnen und Frauen aus der Zivilgesellschaft dabei waren. Staatssekretärin Muna Duzdar, die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Finanzstadträtin Renate Brauner und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger bedankten sich dabei für die Arbeit der vielen ehrenamtlich tätigen Frauen.**** 

Im Mittelpunkt des Abends standen auch der Austausch und die Vernetzung mit anderen Vereinen, Organisationen und Politikerinnen. Renate Brauner hob in ihrer Begrüßung die Vielfalt der einzelnen Initiativen hervor: „So bunt und vielfältig wie unsere Stadt und unser Land – genauso vielfältig und bunt sind wir Frauen. Gemeinsam werden wir auch dafür sorgen, dass das so bleibt“. Denn hinter der Gründung der Initiative „Frauen helfen Frauen helfen“ stand ein ernster Gedanke. Im Rahmen der Hilfsaktionen im Herbst 2015, bei der so viele Menschen nach Österreich flüchteten, habe sich gezeigt, wie wichtig der Austausch der Politik mit der Zivilgesellschaft sei. „Uns ging es darum, gerade als Frauenorganisation, engagierte Organisationen, die so viel leisten, besser zu unterstützen und sich zu vernetzen“, unterstrich Brauner. Denn es gebe unzählige Organisationen - sei es im Bereich der Betreuung von älteren Menschen, bei der Integration von ZuwanderInnen, beim Zusammenleben von Jüngeren und Älteren, im Gesundheitsbereich und viele mehr - die es ohne das ehrenamtliche Engagement von Frauen nicht geben würde.  

„Unsere Arbeit als Politikerinnen wäre nicht möglich, wenn es nicht euch Frauen in der Zivilgesellschaft geben würde. Aber wenn es keine PolitikerInnen gäbe, die für Rahmenbedingungen und für ein entsprechendes gesellschaftliches Klima sorgen, wird es auch für die Zivilgesellschaft eng“, so Brauner. Denn gerade wenn jetzt aus einem bestimmten Eck wieder gegen sozial Schwache gehetzt werde, wenn gegen BezieherInnen der Mindestsicherung, gegen ZuwanderInnen und besonders gegen Flüchtlinge Stimmung gemacht werde, besonders dann werde es gefährlich. Gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende Wahl sei es besonders wichtig, „dass wir Frauen zusammenhalten, dass Österreich weiterhin ein Land bleibt, dass für Gerechtigkeit, für den sozialen Zusammenhalt, für Internationalität, Respekt und Chancengleichheit steht. Sorgen wir miteinander dafür, dass starke Frauen mit einem sozialen, linken Herzen stark vertreten sind!“, schloss Brauner. 

Frauenstadträtin Sandra Frauenberger unterstrich in ihren Grußworten den Zusammenhalt der Frauen: „Es ist motivierend zu sehen, dass nicht nur die Zahl der engagierten Frauen, die sich hier treffen, immer größer wird, sondern dass wir auch ein gemeinsames Ziel haben - für die Gleichstellung der Frauen in diesem Land zu kämpfen“. Umso beeindruckender sei es, dass sich Frauensolidarität quer durch die Wiener Bezirke ziehe, durch die Bundesländer, aber auch über die Grenzen hinweg. Hierbei bezog sich Frauenberger auf das Netzwerk FemCities, das zeitgleich im Rathaus 20-jähriges Bestehen feiere. „FemCities“ sei ein Verbund von Frauen aus Städten in Europa, die sich gemeinsam mit Themen der Zeit auseinandersetzen, neue Ideen entwickeln, Best-practise-Beispiele austauschen. Dieses Netzwerk zeige, wie Frauensolidarität international hochgehalten werde. Und diese Solidarität zeigte sich auch im Engagement der vielen Ehrenamtlichen, zuletzt 2015. „Diese Stadt hätte diesen Integrationsweg nicht geschafft, wenn es nicht die Unterstützung der Frauen in der Zivilgesellschaft gegeben hätte. Für dieses unglaubliche Engagement möchten wir heute Danke sagen. Frauensolidarität verbindet uns und macht uns stark“, betonte Frauenberger. Bezugnehmend auf die bevorstehende Nationalratswahl hielt die Frauenstadträtin fest, dass der Antifeminismus ein Phänomen unserer Zeit sei, der an allem kratze, „was wir miteinander erkämpft und erreicht haben. Der 15. Oktober ist eine Richtungswahl, besonders für die Frauen. Nutzen wir alle unser demokratisches Wahlrecht und wählen wir ein Gesellschaftskonzept, das für Weltoffenheit, Feminismus, für Stärke und Empowerment steht“.  

Ehrengast Staatssekretärin Muna Duzdar stellte fest, dass es besonders die Frauen seien, die tagtäglich ehrenamtliche Arbeit leisteten, die mit Herz für Menschlichkeit einstünden und sich sozial engagierten. Als Frauen verbinde sie dabei oft dasselbe Problem, ob in Vereinen, ob in der Wirtschaft, in Unternehmen oder in der Politik. Wenn es um wichtige Entscheidungen und Besetzungen gehe, drängen sich Männer an die Spitze. „Umso wichtiger ist der Austausch und die gegenseitige Stärkung“, hielt Duzdar fest. Daher müsse man Seite an Seite weiterkämpfen für die Gleichberechtigung der Frauen. Umso beschämender sei es, dass es einen Politiker gebe, der Bundeskanzler werden möchte, der die Auffassung vertrete, dass „damals bei der Flüchtlingskrise all jene nur geholfen hätten, um ihr Gewissen zu beruhigen. Das ist eine Verhöhnung!“, so Dudzar. Ebenso sei es erschütternd, dass eine christlich-soziale Partei, plötzlich Konzepte der FPÖ übernehme und jedes Thema mit Flüchtenden und Migration verknüpfe. Das sei beschämend. Daher gebe es nur mehr eine große politische Kraft, die auch Garant dafür sei, dass Rassismus und Menschenfeindlichkeit in unserer Gesellschaft keinen Platz habe. Am 15. Oktober habe man die Wahl zu treffen, in welchem Österreich man in Zukunft leben möchte. “In einem Österreich, in dem es einen sozialen Zusammenhalt und ein friedliches Zusammenleben gibt“, beantwortete Duzdar die Frage.

 

Vernetzen auf www.frauenhelfenfrauenhelfen.at

Die SPÖ Frauen haben eine Website ins Leben gerufen, die Frauen Informationen über bereits bestehende Initiativen und Organisationen bietet. Unter www.frauenhelfenfrauenhelfen.at können Frauen Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen kennenlernen, unterstützen und eigene einbringen. Die Plattform ist auch dazu da, um sich Hilfe zu holen oder eigene Erfahrungen und Geschichten auszutauschen.

 

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