Ein gefährlicher Trend: NGOs und Menschenrechtsverteidiger*innen im Visier

Weltweit stehen jene, die sich für Menschenrechte einsetzen, unter Druck. Amnesty startet daher die neue Kampagne "Es beginnt hier" für eine starke Zivilgesellschaft.

Es ist jetzt an der Zeit, der Politik der Angstmache mit Mut und Selbstbewusstsein entgegenzutreten. Es ist eine Illusion, dass die Menschen sich das gefallen lassen. Mit der Kampagne nehmen wir die Geschichtsschreibung wieder selber in die Hand. Egal ob mit Kugelschreiber oder Mikrofon – wir können immer etwas tun um die Menschenrechte verteidigen
Philip Doyle, Leitung Kampagnen, Kommunikation und Mobilisierung bei Amnesty International Österreich

Wien (OTS) - In der Türkei sitzen NGO-Mitarbeiter*innen aufgrund absurder Vorwürfe in Haft, in Ungarn wurde ein Gesetz beschlossen, das NGOs stigmatisiert; und in Österreich wurde das Versammlungsrecht eingeschränkt. Das sind drei aktuelle Beispiele für einen weltweiten Trend in unterschiedlichen Eskalationsstufen: Menschenrechtsverteidiger*innen werden unter Druck gesetzt und zum Schweigen gebracht. Alleine 2016 wurden mindestens 281 Personen getötet, weil sie sich für die Menschenrechte eingesetzt haben.

Daher startet Amnesty International heute die Kampagne Es beginnt hier. Schreiben wir Geschichte und fordert einen besseren Schutz für Menschenrechtsverteidiger*innen und mehr Raum für zivilgesellschaftliches Engagement.

Seite an Seite mit jenen, die in Gefahr sind
Die Kampagne ist die Antwort auf die Trumps und Erdogans unserer Zeit, auf die „Wir-gegen-Euch“-Politik und das immer härtere Vorgehen von Regierungen gegen jene, die für Menschenrechte einstehen. Amnesty International mobilisiert Menschenrechtsverteidiger*innen auf der ganzen Welt und steht Seite an Seite mit jenen, die in Gefahr sind. 

Regierungen gehen weltweit auf ähnliche Art und Weise gegen kritische Stimmen vor: Erst wird ein diffuses Bild von Gefahr gezeichnet, dann mit der Angst der Menschen kalkuliert und Menschenrechte aufgrund einer neuen Sicherheitslogik ausgehöhlt. Allein in Europa hat Amnesty International Beispiele aus 14 Ländern dokumentiert, in denen eine Flut von Gesetzen im Eiltempo verabschiedet wurde, die mühsam errungene Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte aushebelt. Das hat massive Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft: Menschen trauen sich weniger auf die Straße zu gehen oder öffentlich ihre Meinung zu sagen. Damit werden jene zum Schweigen gebracht, die menschenrechtskonforme Lösungen fordern.    

"Es ist jetzt an der Zeit, der Politik der Angstmache mit Mut und Selbstbewusstsein entgegenzutreten. Es ist eine Illusion, dass die Menschen sich das gefallen lassen. Mit der Kampagne nehmen wir die Geschichtsschreibung wieder selber in die Hand. Egal ob mit Kugelschreiber oder Mikrofon – wir können immer etwas tun um die Menschenrechte verteidigen", sagt Philip Doyle, Leitung Kampagnen, Kommunikation und Mobilisierung bei Amnesty International Österreich.

Den vollständigen Pressetext finden Sie auf unserer Webseite.

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+43 664 400 10 56
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