„Woche des guten Testaments“ startet Österreichweit

69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 11.9. über gemeinnütziges Vererben im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“

Testamentsspenden bieten die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann damit nachhaltig Positives für die Zukunft bewirken.
Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria
Die tierliebende Dame hatte uns bereits davor viele, viele Jahre immer wieder mit kleineren Spenden unterstützt, dass sie uns dann aber auch ihr Haus vermachen würde, das haben wir in keiner Weise ahnen können.
Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von Animal Spirit
Der Schock und die Trauer in unserer Organisation waren unbeschreiblich, als wir von dem Unglück erfuhren. Eine Volontärin zu verlieren, ist die größte Angst, wenn man Menschen zu einem Auslandseinsatz verabschiedet. Überrascht und betroffen erfuhren wir einige Wochen später, dass Christine Gruber vor ihrer Abreise nach Ecuador ein Testament verfasst hatte und darin neben ihren Kindern eine namhafte Summe auch Jugend Eine Welt vermacht hat.
Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt

Wien (OTS) - Am Montag (11.9.) startet die zweite „Woche des guten Testaments“ in Österreich. Nach dem breiten Interesse an der Veranstaltungsserie im Frühjahr hat die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ eine zweite Themenwoche mit mehr als 30 Veranstaltungen in ganz Österreich organisiert. Experten von der Österreichischen Notariatskammer informieren dabei in neutraler Form, was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man etwas für den guten Zweck hinterlassen kann. Bei freiem Eintritt können BesucherInnen in den Veranstaltungen gemeinnützige Organisationen näher kennenlernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten lassen.

Im September werden in vielen Ländern die „International Legacy Days“ begangen – mit einer Reihe an Aktivitäten zum Thema Erben. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich auch Österreich mit der „Woche des guten Testaments“ daran. Zu diesem Anlass lädt die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ gemeinsam mit ihren 69 Mitgliederorganisationen zu Informationsveranstaltungen in Wien, Linz, Graz, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck oder Dornbirn.  Seit genau fünf Jahren macht es sich „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ zur Aufgabe, die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit zu informieren, neben Angehörigen einen Teil des Nachlasses auch einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Fast 15% der über 40-jährigen können sich dies mittlerweile vorstellen.

Infoveranstaltungen in ganz Österreich:

Was beim Vererben für den guten Zweck zu beachten ist und wie man sich im neuen Erbrecht zu Recht findet, darüber beraten Notare im Rahmen der Infoveranstaltungen der „Woche des guten Testaments“. Diese bieten außerdem die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen. In Wien informieren unter anderem Notar Dr. Christoph Beer am 11. Sept. in den Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums oder Notar Dr. Christoph Mondel am 12. Sept. in der Volksoper. Alle Teilnehmer sind dabei zu einer Führung hinter die Kulissen der Volksoper eingeladen. Erstmals findet in diesem Jahr auch eine Vergissmeinnicht-Veranstaltung in Linz statt: Am 21.9. berät  Notarpartner Dr. Roland Gintenreiter Interessierte im Seminarraum des Botanischen Gartens. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Gartenanlage geboten. Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at


Mit Testamentsspenden die Zukunft mitgestalten:

„Testamentsspenden bieten die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann damit nachhaltig Positives für die Zukunft bewirken.“, verdeutlicht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigste Motivation für Testamentsspender. In unterschiedlichsten Bereichen und Spendenorganisationen konnte durch den Beitrag Österreichischer TestamentsspenderInnen bereits nachhaltig Positives geschaffen werden.
Der Tierschutzverein „Animal Spirit“ konnte durch die großzügige Hinterlassenschaft einer Tierfreundin aus Wien-Gerasdorf zuletzt den neuen Gnadenhof „Engelberg“ in Oberösterreich eröffnen, der für die älteren Pferde-Semester ein ideales Zuhause bietet. „Die tierliebende Dame hatte uns bereits davor viele, viele Jahre immer wieder mit kleineren Spenden unterstützt, dass sie uns dann aber auch ihr Haus vermachen würde, das haben wir in keiner Weise ahnen können.“, so Obmann Dr. Franz-Joseph Plank.

Ein tragisches und zugleich außergewöhnliches Beispiel ist Krankenschwester Christine Gruber, die 2013 im Alter von 54 Jahren bei ihrem Freiwilligeneinsatz für „Jugend eine Welt“ in Ecuador zusammen mit einer Ärztin tödlich verunglückt ist. „Der Schock und die Trauer in unserer Organisation waren unbeschreiblich, als wir von dem Unglück erfuhren. Eine Volontärin zu verlieren, ist die größte Angst, wenn man Menschen zu einem Auslandseinsatz verabschiedet. Überrascht und betroffen erfuhren wir einige Wochen später, dass Christine Gruber vor ihrer Abreise nach Ecuador ein Testament verfasst hatte und darin neben ihren Kindern eine namhafte Summe auch Jugend Eine Welt vermacht hat.“, verrät Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Die Legatarin verfügte, dass der Betrag für die gemeinnützige Arbeit mit VolontärInnen verwendet werden soll. Selbst viel zu früh aus dem Leben gerissen, hat Christine Gruber etwas Bleibendes für den guten Zweck hinterlassen und dazu beigetragen, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Hilfe erfahren. 


Fakten zum gemeinnützigen Vererben:

Erbschaften sind längst ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 50-55 Millionen Euro werden jährlich auf diesem Wege gespendet. Fast jeder 10. Spendeneuro ist damit eine Testaments-spende. Begründet werden Vermächtnisse zugunsten gemeinnütziger Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, über das eigene Leben Gutes zu leisten. „Vielen Menschen ist es auch ein großes Bedürfnis, selbst zu bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert.“, erklärt Günther Lutschinger. Denn liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Vergissmeinnicht.at - Die Initiative für das gute Testament
Hier finden Sie sämtliche Termine der Woche des guten Testaments

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

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