Rendi-Wagner: Lohntransparenz stärkt Frauen in Gehaltsverhandlungen

Öffentlicher Dienst zeigt: Transparenz verkleinert Lohnschere

Wien (OTS/SK) - „Frauen, holt euch, was euch zusteht!“, bekräftigt Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass Frauen seltener als Männer mit ihrem Arbeitgeber über Gehaltserhöhungen verhandeln. „Die Studie zeigt, dass Frauen offenbar eher das Gefühl haben, dass ihnen nicht mehr zusteht, während Männer viel selbstbewusster sind, was ihr Gehalt betrifft. Wenn Frauen wissen, wie viel ihre Kollegen verdienen, gehen sie auch gestärkt in Verhandlungen - es braucht daher mehr Lohntransparenz in den Betrieben!“ ****

„Ich will die Lohnschere in Österreich endlich schließen – um das zu erreichen, müssen wir auch offen über Geld sprechen. Mit den Einkommensberichten und den Gehaltsangaben in den Stelleninseraten wurden hier bereits wichtige Maßnahmen gesetzt – sie sind aber noch nicht wirksam genug. Daher fordere ich ein Lohntransparenzgesetz – weil mehr Transparenz im Betrieb auch mehr Gerechtigkeit bedeutet“, so Rendi-Wagner abschließend.

In Ländern wie Schweden oder Norwegen ist es völlig normal, dass Gehälter öffentlich einsehbar sind, in Deutschland ist im Juli das „Entgelttransparenzgesetz“ in Kraft getreten. Auch in Österreich gibt es im öffentlichen Dienst bereits klare und transparente Einstufungen – dort ist die Lohnschere auch wesentlich kleiner: Beamtinnen verdienen nur 5 Prozent weniger als ihre Kollegen, während die Lohnschere in Österreich gesamt bei mehr als 20 Prozent liegt. (Schluss) sc/mp

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