„Eingeschenkt – Mostland Österreich“ zu Gast in Niederösterreich

Folge 2 am 10. September in ORF 2

Wien (OTS) - Geschichte und Tradition der Mostherstellung in Österreich – das präsentiert „Eingeschenkt – Mostland Österreich“. Die Reihe gibt Einblicke in die Besonderheiten der einzelnen Mostherstellungsregionen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark und spannt einen Bogen von der Most-Herstellung über die Regionen der Sortenvielfalt bis hin zu Kulinarik und Brauchtum. In der zweiten Folge steht am Sonntag, dem 10. September 2017, um 17.05 Uhr in ORF 2 Niederösterreich im Mittelpunkt. Die abschließende Ausgabe führt das TV-Publikum am 17. September nach Oberösterreich.

„Eingeschenkt – Mostland Österreich: Niederösterreich“ am 10. September in ORF 2:

Niederösterreich verbindet eine lange Tradition mit dem vergorenen Apfel- und Birnensaft. Denn das Mostviertel südwestlich der Donau – das größte geschlossene Obstbaumgebiet Europas – ist die einzige Region der Welt, die den Most im Namen trägt. Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild, die Früchte, vor allem jene der Birnbäume, werden zu Most verarbeitet. Birnbäume können bis zu 200 Jahre alt werden, aber auch auf die Nachpflanzung wird im Mostviertel Augenmerk gelegt. Jedoch benötigen junge Bäume rund 20 Jahre, bis sie in Vollertrag kommen. Auch im Spätherbst wird noch geerntet. Und gerade die späten Früchte sind es, die mit ihren gehaltvollen Extrakten für den typischen Charakter des Mostviertler Birnenmostes sorgen.

Der Most hat hier eine historisch gewachsene Bedeutung. Man sagt, „der Most hat die Häuser gebaut“. Noch heute wird in vielen Vierkanthöfen Most gekeltert. Mit dem neuen Bewusstsein für die Vielfalt der Birnensorten, die sich im Most widerspiegeln, hat sich auch eine neue Identität verankert. Dieser Stolz darf auch nach außen gezeigt werden. Alle zwei Jahre wird die NÖ Mostkönigin gekürt.

An der Bundeslehranstalt für Obst- und Weinbau in Klosterneuburg wird das Wissen vermittelt, das die moderne Mostherstellung verlangt und ausmacht. Auch Weiterbildung ist für erfahrene Mostbauern wichtig. Mit der Ausbildung zum Mostsommelier wird auch hier das sensorische Bewusstsein gegenüber den einzelnen Mostobstsorten und Ausbauvarianten geschärft. In Öhling hat sich, neben dem Mostbirnhaus in Stift Ardagger, ein weiteres Kompetenzzentrum in Sachen Most etabliert: Das alte Presshaus der Mostelleria unterstreicht die lange Tradition des Mostes, der Ende des 18. Jahrhunderts sogar bis Berlin exportiert wurde.

Neben dem Mostviertel gilt auch die Bucklige Welt als ein Hotspot der Obst- und Mostbauern. Hier werden vor allem Äpfel in Spindelbaumkulturen kultiviert. Biologische Wirtschaftsweise ist auch im Obstbau von großer Bedeutung. Dazu kommt die hochmoderne Kellertechnik, die dem Most sein klares, facettenreiches Geschmacksspektrum verleiht. Und obwohl Most in der Regel jung und frisch getrunken wird, schmecken säurebetonte Sorten und Jahrgänge auch nach einiger Zeit noch sehr gut. Für geduldige Mostliebhaber ist es immer wieder spannend, die seltenen Jahrgangsmoste zu verkosten. Denn wie Wein kann auch Most über viele Jahre gelagert werden, bis er seine Genussreife erhält. Most kennt eben viele Facetten.

„Eingeschenkt“ stellt folgende zu Most passende Rezepte vor:
Mostschaumsuppe, Geschmortes Schulterscherzl und Birnenmosttascherl.

„Eingeschenkt – Mostland Österreich: Niederösterreich“ ist eine Koproduktion des ORF mit Interspot Film, gefördert von Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich, in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

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