ORF III am Mittwoch: „Politik Spezial“ mit live-zeitversetzter Übertragung von „Klartext“ Kern – Strache und „Die Analyse“

Außerdem: zwei Ausgaben „Im Brennpunkt“ zu „Kampf um Kärnten“ und „Die Akte Zwentendorf“, „science.talk: Die Zukunft der Arbeitswelt“

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 6. September 2017, wird in ORF III Kultur und Information offiziell der Wahlherbst eingeläutet. Heuer bietet ORF III so viele Vorwahl- und Wahlberichterstattungen wie nie zuvor.

Zum Auftakt der heißen Wahlphase überträgt „Politik Spezial“ „Klartext“ (20.15 Uhr) mit Klaus Webhofer live-zeitversetzt aus dem RadioKulturhaus. Statt des ersten offiziellen Kanzlerduells trifft nun SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, nach der Absage von Sebastian Kurz, auf Oppositionsführer Heinz-Christian Strache von der FPÖ. Somit kommt es zu einer Neuauflage des im Vorjahr abgehaltenen Talk-Highlights. Wird es diesmal, im Vorfeld der Nationalratswahl, auch so „amikal“ und sachlich zugehen wie bei der Erstauflage des Streitgesprächs? Wer steht nun wofür? Was wollen die beiden Politiker im Land verändern und was belassen, wenn sie denn gewinnen? Wer hat die besseren Argumente und welche Kompromisse sind sie bereit, nach der Wahl einzugehen?

Anschließend diskutiert ORF-III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher in „Die Analyse“ mit den Chefredakteurinnen und Chefredakteuren Andreas Koller (Salzburger Nachrichten), Rainer Nowak (Die Presse), Christian Nusser (Heute), Christian Rainer (Profil) und Martina Salomon (Kurier) über das Gespräch (21.15 Uhr). Wie positionieren sich Christian Kern (SPÖ) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) im Wahlkampf und wer konnte bei der Debatte punkten?

Zwei Dokumentationen über die jüngere politische Geschichte Österreichs folgen danach „Im Brennpunkt“. „Kampf um Kärnten – Von der Volksabstimmung zum Ortstafelkonflikt“ (22.05 Uhr) begibt sich zurück an den Ursprung des langwährenden Ortstafelkonflikts, der im Ortstafelsturm im Jahr 1972 gipfelte. Die Anfänge aber gehen weit zurück, bis ins Jahr 1918, als die Donaumonarchie zerfiel und die europäische Landkarte neu gezeichnet wurde. Neue Staaten entstanden, Gebietsansprüche wurden gestellt. Einer der größten Brennpunkte war Kärnten, da das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen jene Gebiete für sich beanspruchte, die vorwiegend von Slowenen bewohnt wurden. Also rückten dessen Einheiten ein und ein Abwehrkampf begann, der schließlich 1920 im Grenzgebiet zu einer Volksabstimmung führte. Bei dieser sprachen sich 60 Prozent der Wähler/innen für einen Verbleib in Kärnten aus – darunter auch etliche Sloweninnen und Slowenen. Die Dokumentation von Peter Liska rekapituliert die Ereignisse und schlägt gleichzeitig einen Bogen über den Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg und die Vertreibung der slowenischsprachigen Bevölkerung über den Ortstafelkonflikt bis hin zur aktuellen Lage.
Danach folgt „Die Akte Zwentendorf – Österreich am Weg zur Volksabstimmung“ (22.55 Uhr). Es war eine Volksabstimmung, die Geschichte machte: Bundeskanzler Bruno Kreisky erlitt eine persönliche Niederlage, die junge Grün-Bewegung gewann an Zulauf, Parteien und Bevölkerung spalteten sich in zwei unversöhnliche Lager. Am 5. November 1978 entschieden sich 1,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher gegen die Inbetriebnahme des ersten österreichischen Atomkraftwerks in Zwentendorf. Dieser hauchdünne Entscheid in einer Volksabstimmung war kein Endpunkt, aber Höhepunkt einer jahrelangen emotionalen Debatte, die Österreichs Innenpolitik nachhaltig prägte und die in der Dokumentation von Tom Matzek zusammengefasst wird.

Den Abend beschließt eine neue Ausgabe von „science.talk“ zum Thema „Die Zukunft der Arbeitswelt“ (23.30 Uhr). Experten sind sich einig:
Die Zukunft der Arbeitswelt wird von einer Umwälzung geprägt sein, die selbst die Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert in den Schatten stellen wird. Die Digitalisierung erfasst ganze Industriezweige und verändert die Art und Weise, wie, was und wie viel wir in Zukunft arbeiten. Wie reagiert unsere Gesellschaft auf die „Industrie 4.0“? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer der Digitalisierung, welche Kompetenzen sind in Zukunft gefragt und: Ist das Prinzip der Lohnarbeit überhaupt noch zeitgemäß? Mit Barbara Stöckl diskutieren Philosoph Konrad Paul Liessmann, Schulabbrecher und Firmengründer Ali Mahlodji sowie die Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, Michaela Reitterer.

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