APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kurz, Kern und Häupl aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 25.08.2017 bis 31.08.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz. Am Freitag präsentierte er Eckpunkte des Wahlprogramms, das auf 250 Seiten die Themenblöcke „Neue Gerechtigkeit“, „Wirtschaftsstandort Österreich“ sowie „Sicherheit und Migration“ behandelt. Für Aufmerksamkeit sorgte Kurz, als er im Rahmen der Präsentation ankündigte, das System der Sozialversicherungen aufbrechen zu wollen. Das von der SPÖ favorisierte Modell, die aktuelle Struktur beizubehalten, die Systeme aber zu harmonisieren, bezeichnete er als die „denkbar unlogischste Variante“. Präsentiert wurden auch erste Plakatsujets. Lediglich auf einem der insgesamt neun Motive ist Kurz selbst abgebildet, alle anderen Plakate zeigen „Menschen, die uns unterstützen“, so der VP-Spitzenkandidat. Auch fehlt auf allen Sujets das ÖVP-Logo – affichiert wird statt dem Parteinamen „Kurz 2017“.

Am Montag war Sebastian Kurz zu Gast im ORF-„Sommergespräch“. Welche Koalitionsvarianten er sich nach der Wahl vorstellen könne ließ er sich von Moderator Tarek Leitner aber ebenso wenig entlocken wie konkrete Aussagen über zu kürzende Förderungen. In seinem Wahlprogramm spricht Kurz von Einsparungen zwischen 12 bis 14 Milliarden Euro, die bis zum Ende der VP-Legislaturperiode durch Kürzungen von Förderungen und steigendes Wirtschaftswachstum erreicht werden sollen. Ein Nachspiel könnte für den VP-Obmann eine Aussage zum Thema Spenden haben: Er warf er der SPÖ vor, nach neuen Regeln für Parteispenden zu rufen, die bestehenden aber nicht einzuhalten. So soll Hans-Peter Haselsteiner 100.000 Euro gespendet haben, die über „Briefkastenvereine oder andere Vereinskonstruktionen“ an die SPÖ gingen. Die SPÖ zeigte sich empört und verlangt nun von Kurz einen öffentlichen Widerruf der Aussagen.

Als Neueinsteiger der Woche konnte Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) Platz sieben für sich behaupten. Doskozil kündigte in der vergangenen Woche an, eine Gesprächsrunde mit heimischen Firmenvertretern einberufen zu wollen, um auszuloten, ob ein Ersatz für die Heereshubschrauber von einem österreichischen Industriecluster kommen könnte. Durch die Anschaffung der österreichischen Helikopter soll laut Doskozil vor allem die Wertschöpfung im Land bleiben.

Am Freitag übte zudem der Rechnungshof in einem Bericht Kritik an der aufgesplitterten Verwaltung von Wohnungen für Bundesheer-Bedienstete, die eine „effiziente und effektive Bewirtschaftung“ vermissen lasse. Der Verteidigungsminister hat erklärt, das Problem mit einem Maßnahmenpaket lösen zu wollen.

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