Willi: Neue Abgasregeln erst nach 2019 wirksam – Leichtfried versagt bei Schadstoffreduktion völlig

Grüne: Konzernprofite sind Rot und Schwarz wichtiger als Gesundheit der BürgerInnen

Wien (OTS) - Mit heutigem Datum 1.9.2017 werden neue Automodelle bei der Typisierung den neuen, realitätsnäheren Abgastests WLTP und RDE unterworfen.

„Die schlechte Nachricht für alle, die unter den giftigen Auto-Abgasen leiden: Bis Herbst 2019 können noch die derzeitigen, nach dem NEFZ-Schummelmodus typisierten Stinker ohne jede Einschränkung neu zugelassen werden. Und selbst danach werden Diesel-PKW immer noch mehr als doppelt soviel gesundheitsschädliche Stickoxide ausstoßen dürfen wie eigentlich vorgeschrieben“, hält Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen, fest. „Das ist das Ergebnis des Kuhhandels mit den Autokonzernen, auf den sich Verkehrsminister Jörg Leichtfried und seine SPÖ-Vorgänger ebenso wie sein deutsches CSU-Gegenüber Dobrindt eingelassen haben. Von der FPÖ wird dies heftig beklatscht. Ob rot, schwarz oder blau, Konzernprofite haben Vorrang vor der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger.“

Die sogenannten Ökoprämien der Autohersteller, von Leichtfried als großer Erfolg bejubelt, führen daher nur dazu, dass die derzeit angebotenen Autos mit ihren x-fach überhöhten Abgaswerten in noch lange weiterproduziert und verkauft werden können.

"Statt endlich die Kurve Richtung saubere Mobilität zu nehmen, kommen bis Herbst 2019 noch hunderttausende Abgassünder zusätzlich in Verkehr, die dann für ein Jahrzehnt oder mehr unser aller Atemluft verpesten werden. Und mit den von Leichtfried gelobten Software-Updates wird deren Stickoxid-Ausstoß im Stadtverkehr laut ÖAMTC-Tests womöglich sogar steigen. Vor allem für Asthma- und Herzkranke sowie für Kinder ist dies ein riesiges Problem. Noch immer fehlt jede Spur von wirksamen Maßnahmen, wie etwa das Eintreiben der vorgesehenen Strafen bis hin zu wirksamen Nachrüst-Verpflichtungen für ‚Schummel-Motoren´. So wenig stimmen die konzernnahen Taten Leichtfrieds mit seinen ökologischen Worten überein - enttäuschend", betont Willi.

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