SJ-Herr: „Leerstand trotz Nachfrage? Leerstandsabgabe gegen Spekulation bleibt akut!“

NR-Kandidatin will HausbesitzerInnen für zurück gehaltene Quadratmeter zahlen lassen

Wien (OTS) - „Die Profitinteressen spekulierender HausbesitzerInnen stehen den vielen Wohnungssuchenden diametral entgegen. Da ist es nicht schwer, für welche Seite ich mich entscheide“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und Kandidatin für den Nationalrat, und fordert eine Leerstandsabgabe. „Wer Wohnungen leer stehen lässt und auf steigende Mieten spekuliert, soll dafür in Zukunft eine Abgabe leisten“, meint Herr. Ein Euro pro Quadratmeter im Monat soll die Spekulation mit Wohnraum beenden.

Um 40 Prozent stiegen die Quadratmeterpreise in den letzten 5 Jahren, wie das Maklernetzwerk Remax kürzlich offen legte. Auch die Mieten laufen seit Jahren den Löhnen davon. „Wohnkosten fressen einen immer größeren Teil des Einkommens auf. Wer mit seinen Wohnungen spekuliert statt sie zu vermieten, treibt diese Entwicklung zusätzlich an!“, kritisiert Herr und sieht in einer Leerstandsabgabe ein notwendiges und faires Instrument, damit solche HausbesitzerInnen ihren gerechten Beitrag zahlen. Mit einer Zweckwidmung der Abgabe für den öffentlichen Wohnbau soll der rapiden Preisentwicklung und dem Kalkül der SpekulantInnen entgegen getreten werden.

Mit dem Videoformat „Herrklärt“ stellt Julia Herr laufend ihre Forderungen auf der Facebookseite der SJÖ vor. Das Verständnis des Konzepts steht dabei im Vordergrund: So soll die Leerstandsabgabe auf einer Meldepflicht von leerstehenden Wohnungen innerhalb von 6 Monaten durch die EigentümerInnen aufbauen. „Es gibt natürlich berechtigte Gründe für einen längeren Leerstand, beispielsweise grundlegende Sanierungsarbeiten. Ist die Wohnung aber bezugsfertig und nach einem weiteren Jahr immer noch leer, soll die Abgabe fällig werden!“, erklärt Herr das System. Dieses berücksichtigt auch die Vorbehalten des Verfassungsgerichtshofes aus den 80iger-Jahren.

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