MO-Magazin: CDU-Sprecher Dregger: „Koalition mit Rechtspopulisten kommt nicht in Frage“

Burkard Dregger über den Umgang mit Rechtspopulisten und eine konstruktive Integrationspolitik

Wien (OTS) - In der am Samstag erscheinenden Ausgabe des von SOS Mitmensch herausgegebenen MO-Magazin für Menschenrechte erklärt der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Burkard Dregger, warum eine Koalition mit den Rechtspopulisten für die CDU – im Gegensatz zur österreichischen Schwesterpartei – nicht in Frage kommt. Darüber hinaus spricht sich Dregger für eine Integrationspolitik aus, die Zuwanderer und Muslime in die Mitte holt.

„Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten ist kurzsichtig“

Während sich in Österreich die ÖVP die Koalitionsvariante mit der FPÖ offen hält, kommt von der CDU kurz vor der Bundestagswahl ein klares Nein zu einer Koalition mit der AfD. Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU hält jegliche Gedankenspiele in Richtung Zusammenarbeit mit der AfD für „kurzsichtig“. „Bei der AfD ist der entscheidende Ausschlussgrund, dass es in ihrer Führungsebene dumme Rassisten gibt, dass sie es darauf anlegt, das eigene Volk zu spalten und die große Aufgabe zu hintertreiben, aus dauerhaft bei uns lebenden Zuwanderern treue Staatsbürger zu machen, eine Grundvoraussetzung für den Erfolg unseres Landes in der Zukunft“, erklärt Dregger.

„Wir Demokraten müssen unseren Job machen“

Dregger betont, dass es für die Bekämpfung von Parteien wie der AfD keine ausgefeilte Strategie brauche. „Wir Demokraten müssen nur unseren Job machen: Kompetenter und glaubwürdiger sein in der Bewältigung der Zukunftsaufgaben“, sagt der CDU-Sprecher. Eine Gefahr für die Demokratie sieht Dregger in der AFD nicht. „Eine Gefahr für die Demokratie wäre es nur dann, wenn die demokratischen Wettbewerber es nicht vermögen, die Wähler zurückzugewinnen“, so Dregger.

„Zuwanderer und Muslime nicht ausgrenzen“

In punkto Integrationspolitik drängt Dregger darauf, Zuwanderer nicht auszugrenzen, sondern „in die Mitte zu holen“, um aus ihnen „treue Staatsbürger“ zu machen. „Das ist eine zutiefst patriotische Aufgabe“, betont Dregger, der sich auch dagegen ausspricht, „Muslime auszugrenzen oder ihre Religion zu bekämpfen“. „Wir wollen, dass sich die Muslime in Deutschland als Deutsche identifizieren und ihre religiösen Prägungen an die Rechts- und Werteordnung unseres freiheitlich-demokratischen Landes anpassen. Dazu müssen wir die Reformbereitschaft der muslimischen Strömungen wecken und fördern. Und dazu brauchen wir auch die liberalen Muslime, die diesen Weg der Reform bereits gehen“, erklärt Dregger.

Das gesamte Interview mit Burkard Dregger finden Sie hier: https://goo.gl/KNzqhy

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