Familienfreundlichkeit als zentraler Standortvorteil für Österreichs Gemeinden

Studie zeigt: Familienfreundliche Gemeinden schneiden besser ab.

Wien (OTS) - „Lange Zeit wurde Familienfreundlichkeit als ‚Soft Faktor‘ angesehen, als Frage von sozialem Engagement. Diese Denkweise ist zum Glück überholt. Denn heute wissen wir, dass Familienfreundlichkeit zentral für den Wirtschafts-, Lebens- und Zukunftsstandort Österreich ist. In den vergangenen vier Jahren hat sich bereits viel getan: Österreich ist in Sachen Familienfreundlichkeit vom drittvorletzten Platz auf den zweiten Platz in Europa vorgerückt. Diese positive Entwicklung ist auch den Gemeinden zu verdanken, die durch familienfreundliche Maßnahmen und Projekte ein lebenswertes Umfeld für Generationen schaffen“, betont Familienministerin Dr. Sophie Karmasin gestern, Mittwoch, im Pressegespräch im Rahmen des Europäischen Forum Alpbachs. Eine neue Studie im Auftrag der Familie & Beruf Management GmbH belegt die positiven Effekte von familienfreundlichen Maßnahmen für Österreichs Gemeinden. „Wir haben zertifizierte familienfreundliche Gemeinden mit nicht zertifizierten Gemeinden verglichen. Jene Gemeinden, die sich im Audit familienfreundlichegemeinde befinden und als solche zertifiziert wurden schnitten wirtschaftlich besser ab, als jene, die das Gütezeichen familienfreundlichegemeinde noch nicht tragen. Familienfreundlichkeit lohnt sich lohnt sich also“, betont die Geschäftsführerin der Familie & Beruf Management GmbH, Mag. Elisabeth Wenzl.

Studie: Familienfreundlichkeit als zentraler Standortvorteil

Als Basis für die Studie dienten Informationen aus dem Audit familienfreundlichegemeinde, dessen zehnjähriges Jubiläum Anlass dafür gegeben hatte. „Wir haben zertifizierte Gemeinden nicht zertifizierten Gemeinden gegenübergestellt und uns dabei auf folgende drei Bereiche konzentriert: Bildung, Bevölkerungsstruktur und Wirtschaft. Durch die Bank zeigt sich, dass zertifizierte Gemeinden besser abschneiden als jene, die sich nicht im Auditprozess befinden. Es gibt also eindeutige positive Zertifizierungseffekte für die Gemeinden“, so Dr. Michaela Gstrein, Studienleiterin und aktuell Researcherin bei WPZ Research. Wie sich ein Mehr an Familienfreundlichkeit in der Praxis auswirkt, erläuterte Werner Entner, Bürgermeister der zertifizierten Gemeinde Münster in Tirol: „Mit der Teilnahme am Audit familienfreundlichegemeinde haben wir einen entscheidenden Schritt für den Standort und für unsere Bürgerinnen und Bürger gesetzt. Unsere beschlossenen familienfreundlichen Maßnahmen reichen vom Generationenspielplatz über einen Waldkindergarten bis hin zu Eltern-Baby-Gruppen und vieles mehr. Für jede Generation ist etwas dabei, die Unterstützung und Freude bei den Bürgerinnen und Bürgern ist sehr hoch und auch unsere Geburtenrate konnten wir steigern“.

Audit familienfreundlichegemeinde

Das Audit familienfreundlichegemeinde der Familie & Beruf Management GmbH ist ein nachhaltiger kommunalpolitischer Prozess für österreichische Gemeinden, Marktgemeinden und Städte, bei dem durch Workshops und aktive Bürgerbeteiligung aller Generationen der Bedarf an familienfreundlichen Maßnahmen ermittelt werden soll. Ziel des Audit ist die Unterstützung der Gemeinde, die Familien- und Kinderfreundlichkeit bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und öffentlichkeitswirksam zu machen. Die Gemeinde soll langfristig von einer nachhaltigen familienfreundlichen und generationengerechten Gemeindepolitik profitieren und dadurch ihre Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort steigern. Knapp 450 Gemeinden österreichweit machen bereits beim Audit mit, somit profitieren bereits mehr als 2,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger von familienfreundlichen Maßnahmen.

Die Studienergebnisse sind unter www.familieundberuf.at abrufbar.

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