ArbeiterInnen und Angestellte: Leichtfried will Gleichstellung noch vor Nationalratswahl

Wien (OTS/SK) - Für die Gleichstellung von Arbeiterinnen und Arbeitern mit Angestellten fordert Infrastrukturminister Jörg Leichtfried noch vor der Nationalratswahl einen Beschluss im Parlament. „Die Unterscheidung zwischen ArbeiterInnen und Angestellten ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das längst abgeschafft gehört. Heutzutage muss etwa ein Schlosser nicht nur Maschinen warten und reparieren, sondern auch programmieren. Die SPÖ fordert seit Jahren, dass ArbeiterInnen und Angestellte rechtlich gleichgestellt werden müssen. Das ist aber bis dato immer am Widerstand der Volkspartei gescheitert. Dass die ÖVP jetzt endlich auf die soziale Linie der SPÖ einschwenkt, ist erfreulich“, so der Infrastrukturminister. Und weiter: „Machen wir Nägel mit Köpfen. Bei der Nationalratssitzung am 20. September haben wir die Möglichkeit, die Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten anzugehen“, fordert Leichtfried die ÖVP auf. ****

Der SPÖ-Vorschlag sieht einen generellen einmonatigen Kündigungsschutz für alle vor. Derzeit kann bei Arbeiterinnen und ArbeiterInnen eine 14-tägige Kündigungsfrist vereinbart werden. Zu beseitigen sind laut Leichtfried auch die Unterschiede beim Anspruch auf Sonderurlaub, etwa wenn die Schule gesperrt und keine Kinderbetreuung vorhanden ist. Rechtliche Gleichstellung brauche es auch bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. „Schluss mit diesem Zweiklassensystem bei ArbeiterInnen und Angestellten. ArbeiterInnen bringen dieselbe Leistung, darum haben sie auch das gleiche Recht auf Kündigungsschutz, Sonderurlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall“, so der Infrastrukturminister. (Schluss) bj

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