21 chinesische Studierende bei den Hochschulgesprächen in Alpbach

Europäisches Forum Alpbach und OeAD-GmbH fördern die besten Studierenden aus 2.800 Universitäten und Fachhochschulen in China mit einem Stipendium.

Alpbach (OTS) - Das 2017 zum ersten Mal und in Zukunft jährlich stattfindende „China Scholarship Programme“ vom European Forum Alpbach wird in Kooperation mit der OeAD-GmbH durchgeführt. „Die besondere Förderung von Bildung und Wissenschaft sind zentrale Schwerpunkte in Chinas Politik. Aktuell wird der Fokus auf internationalen akademischen Austausch verstärkt. Das schafft auch neue Perspektiven für die OeAD-GmbH“, freut sich Geschäftsführer Stefan Zotti über die Initiative. „China ist in den letzten Jahren auch akademisch zur Weltspitze aufgerückt und ist daher für die Internationalisierungsstrategien unserer Universitäten und Hochschulen von zentraler Bedeutung“, erklärt Zotti.

Das OeAD-Kooperationsbüro Shanghai, das an der renommierten Fudan-Universität angesiedelt ist und seit mehr als zehn Jahren erfolgreich als Serviceplattform im bilateralen wissenschaftlichen Austausch zwischen Österreich und China fungiert, koordiniert das Stipendienprogramm im Auftrag des Europäischen Forums Alpbach vor Ort und betreut ein Staff-Exchange-Projekt zwischen Shanghai Forum (Think Tank an der Fudan University) und Forum Alpbach. Nur die besten aus mehr als 2.800 Universitäten und Fachhochschulen wurden für das Forum-Alpbach-Stipendienprogramm nominiert. China, das sich am schnellsten entwickelnde Land im Bereich Forschung, Technologie und Innovation und zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, ist ein wichtiger Kooperationspartner, wenn es um die Zukunft von Wissenschaft und Bildung geht. „Das Europäische Forum Alpbach schafft den Rahmen, den Blickwinkel und die Ideen, um eine neue, junge Generation Chinas in die gemeinsamen Überlegungen zur Zukunft Europas mit einzubeziehen“, so Zotti.

Stipendienprogramm soll auch 2018 fortgeführt werden

Die 21 chinesischen Studierenden bewarben sich am Foreign Affairs Office ihrer Hochschule, das zehn ihrer besten Bewerber/innen für das Programm nominierte. Die Auswahlinterviews wurden von einer Jury bestehend aus der Leiterin des OeAD-Kooperationsbüros Shanghai und österreichischen Vertreter/innen aus dem bildungs- bzw. außenpolitischen Bereich durchgeführt. Pro Hochschule wurden fünf Kandidat/innen ausgewählt, jene fünf, die von der Fudan-Universität kommen, erhalten auch ein zusätzliches Stipendium der OeAD-GmbH. Ziel ist, die besten Studierenden der besten chinesischen Hochschulen zum Forum Alpbach einzuladen – Studierende, die später mit hoher Wahrscheinlichkeit gehobene berufliche Positionen an wichtigen Schnittstellen in China einnehmen werden. Sie werden durch ihre Erfahrungen in Alpbach wichtige Ansprechpartner/innen und Vermittler/innen zwischen Europa und China. Das Programm soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden.

Österreichs Wissenschaft kooperiert seit über 30 Jahren mit China

Die Kooperation mit China in Wissenschaft und Forschung hat eine lange Tradition in Österreich. Am 24. April 1984 unterzeichneten der damalige Wissenschaftsminister Heinz Fischer und Fang Yi, Vorsitzender der Kommission für Wissenschaft und Technologie, in Peking ein Abkommen über Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit beider Länder. Dieser bilaterale Staatsvertrag ist die Basis für den forschungspolitischen Dialog zwischen Österreich und China und bildet seit über 30 Jahren die Grundlage für die Vereinbarung bilateraler Arbeitsprogramme im Bereich Wissenschaft und Forschung.
Von den rund 1.509 Kooperationen, die die OeAD-GmbH im vergangenen Jahr weltweit unterstützte, entfielen 105 auf China. Seit dem Studienjahr 2011/12 konnte der OeAD insgesamt 43 Outgoing- und 196 Incoming-Mobilitäten direkt unterstützen. Seit 2000 hat sich die Zahl der Studierenden aus China an heimischen Universitäten von 528 auf 1.070 beinahe verdoppelt, an Fachhochschulen seit 2002 von neun auf 117 mehr als verzehnfacht. Studierende aus China stellen nach Iran (2.069) und Russland (1.882) die größte Gruppe aus Staaten außerhalb Europas. (Quelle: BMWFW, uni:data, 2017)

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