Bayr fordert zum Internationalen Gedenktagtag zur Abschaffung der Sklaverei: „Moderne Formen der Sklaverei entschieden bekämpfen!“

Private Unternehmen dürfen sich nicht durch Zwangsarbeit bereichern

Wien (OTS/SK) - Am 23. August ist der Internationale Gedenktag zur Abschaffung der Sklaverei. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, macht auf die modernen Formen der Sklaverei aufmerksam: „Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind rund 21 Millionen Menschen von Zwangsarbeit betroffen, mehr als die Hälfte davon sind Frauen und Mädchen. Sie werden oft unter menschenunwürdigen Bedingungen ausgebeutet und man muss dies als moderne Form der Sklaverei sehen.“ Die ILO schätzt weiters, dass private Unternehmen 150 Milliarden US-Dollar illegitime Profite durch Zwangsarbeit erwirtschaften. Diese Art von Entmenschlichung aus Profitinteressen ist unakzeptabel und muss unterbunden werden“, fordert die Nationalratsabgeordnete. ****

„Wir brauchen einen rechtlich verbindlichen Rahmen, der sicherstellt, dass Unternehmen menschenrechtlich korrekt agieren. Dieser muss auch die Aktivitäten von Tochter- und Zulieferfirmen sowie jene im EU-Ausland umfassen“, fordert Bayr und führt aus: „Kann nachgewiesen werden, dass ein Unternehmen unter menschenunwürdigen Bedingungen Leute beschäftigt, dürfen diese Produkte nicht auf den europäischen Markt.“ Österreich müsse laut Bayr guten Beispielen aus anderen Ländern wie etwa Frankreich folgen und auch in der Gesetzgebung aktiv werden. "Unternehmen müssen ihren Fürsorge- und Rechenschaftspflichten nachkommen und bei Verstößen gegen Menschenrechte, egal wo, am Firmensitz gerichtlich verantwortlich gemacht werden können", so Bayr. (Schluss) bj/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001