Neues Volksblatt: "Verantwortung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 19. August

Linz (OTS) - Ab sofort stehen alle Parteien oder Listen, die bei der Nationalratswahl um Stimmen werben, gleichsam in der Auslage. Acht Wochen haben nun die Wählerinnen und Wähler Zeit, dieses politische Angebot auf Herz und Nieren zu prüfen, das personelle und inhaltliche Angebot auf Aussagekraft abzuklopfen, um letztlich am Wahltag eine Entscheidung zu treffen — die natürlich auch lauten kann, nicht zu wählen.
Mit dem Ankreuzen einer Partei oder dem Nicht-Ankreuzen kann vieles ausgedrückt werden: Der Wunsch nach Umsetzen bestimmter Wahlversprechen ebenso wie die Unzufriedenheit mit den kandidierenden Parteien; man kann verhindern wollen, dass eine bestimmte Partei zu stark wird oder eben wollen, dass ein Partei besonders stark wird; und man kann schließlich hoffen, dass sich am Ende des Wahltages eine bestimmte Regierungs-Koalition ausgeht.
Wobei Letzteres überhaupt der springende Punkt ist: Aus den im neuen Nationalrat vertretenen Parteien muss eine Regierungsbildung möglich sein. Je klarer diesbezüglich die Verhältnisse sind, je weniger sich künftige Regierungspartner im Weg stehen, desto besser ist das für Österreich.
Wer wahlberechtigt ist, übernimmt auch Verantwortung. Wie sich Österreich nach dem 15. Oktober entwickelt, bestimmen auch die Wählerinnen und Wähler, indem sie ihre Wünsche an die Parteien zur Umsetzung delegieren.

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