- 16.08.2017, 10:00:25
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E-Control: Im ersten Halbjahr meisten Strom- und Gaswechsel seit der Liberalisierung
Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden wechselten in erster Jahreshälfte Energielieferanten – Höchster Halbjahreswert seit Liberalisierung – Um knapp ein Viertel mehr Wechsler
Utl.: Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden wechselten in erster
Jahreshälfte Energielieferanten – Höchster Halbjahreswert seit
Liberalisierung – Um knapp ein Viertel mehr Wechsler =
Wien (OTS) - Mehr als 205.000 Strom- und Gaskunden – sowohl Haushalte
als auch Unternehmen – haben heuer in der ersten Jahreshälfte ihren
Lieferanten gewechselt, wie aus der neuen Marktstatistik der
Energieregulierungsbehörde E-Control hervorgeht. „Das sind höchsten
Werte seit der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte 2001 und
2002. Damit wurde eine neue Bestmarke aufgestellt. Im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum haben um mehr als ein Viertel mehr Kunden
gewechselt“, sagt E-Control Vorstand, Wolfgang Urbantschitsch. Bei
Strom stieg die Zahl der Wechsler im Vergleich zum Vorjahr um mehr
als 32.000 auf heuer rund 158.000 Kunden (darunter 125.000
Haushalte). Bei Gas erhöhten sich die Wechsler um rund 9.000 auf
insgesamt 47.000 (davon 44.000 Haushalte). Die Wechselraten betrugen
im heurigen Halbjahr bei Strom 2,6 Prozent, bei Gas 3,5 Prozent. Mit
205.000 Strom- und Gasanbieterwechseln wurden die bisher höchsten
Wechselzahlen im ersten Halbjahr 2014, als sich rund 204.000 einen
neuen Strom- und Gasanbieter suchten, nochmals übertroffen.
Weniger Energie verbrauchen, spart am nachhaltigsten
Neben dem Wechsel zu einem günstigeren Strom- und Gasanbieter, spart
vor allem der sorgsamere Umgang mit Energie viel Geld. „Am
nachhaltigsten sparen Haushalte, wenn sie überhaupt weniger Energie
verbrauchen. Wer seinen Strom- und Gasverbrauch reduziert, kann sein
Haushaltsbudget spürbar entlasten“, sagt E-Control-Vorstand Andreas
Eigenbauer. Bei Strom spart das Vermeiden von Stand-By-Verbräuchen
oder der energieeffiziente Einsatz bestehender Geräte, etwa das
Waschen der Wäsche mit niedrigeren Temperaturen, bis hin zum
Austausch alter Geräte durch neue, energiesparende, rund 100 Euro pro
Jahr bei den Energiekosten. Bei heißen Temperaturen überlegen viele
Personen den Kauf einer Klimaanlage. „Diese können bei häufigem
Gebrauch aber hohe Stromkosten verursachen“, sagt Eigenbauer.
Hilfreich ist es, die Hitze gar nicht erst in die Wohnung oder ins
Büro kommen zu lassen. Eine Verschattung, vor allem von südwärts
gelegenen Fenstern, vermeidet übermäßiges Aufheizen der Räume. Dabei
ist eine Jalousie oder eine Markise vor dem Fenster am effektivsten.
Geld durch Anbieterwechsel sparen
Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500
Kilowattstunden spart sich mit dem Wechsel vom angestammten Versorger
zum günstigsten Anbieter im ersten Jahr zwischen 200 Euro inklusive
Neukundenrabatt in Salzburg und 330 Euro in Oberösterreich. Ohne
Neukundenrabatt liegt die Ersparnis zwischen 90 Euro (Salzburg) und
220 Euro in Oberösterreich. Wer mit Gas heizt oder kocht, kann
aufgrund des höheren Verbrauchs (im Schnitt 15.000 Kilowattstunden
bei einem Durchschnittshaushalt) bei einem Wechsel deutlich mehr
sparen als bei Strom. Ein Gaslieferantenwechsel spart zwischen 420
Euro inklusive Neukundenrabatt in Tirol und 700 Euro in Klagenfurt
bzw. ohne Neukundenrabatt 130 Euro in Tirol und 330 Euro in Linz.
Gewechselt wird nur Lieferant, Netzbetreiber bleibt
Der Wechsel selbst geht schnell und unkompliziert und kann bei den
meisten Lieferanten mittlerweile bequem online erledigt werden. Ihren
günstigsten Lieferanten für Strom und Gas finden Konsumenten online
mit dem Preisrechner der E-Control
(www.e-control.at/tarifkalkulator). Mit einem einfachen Klick kann
man sich die Ersparnis ohne einmaligen Neukundenrabatt anzeigen
lassen. Für den Wechsel genügt das Ausfüllen eines Formulars beim
neuen Lieferanten. Den Rest erledigt der neue Lieferant. Gewechselt
wird nur der Lieferant, der Netzbetreiber bleibt abhängig vom Wohnort
immer derselbe. Der Wechsel ist kostenlos, Strom- und Gaszähler sowie
alle Leitungen bleiben unverändert bestehen. Wer keinen
Internetzugang hat, kann sich telefonisch an die Energie-Hotline der
E-Control wenden (0810 10 25 54 zum Tarif von 0,044 Euro/Minute).
Oberösterreicher wechselten am häufigsten
Am häufigsten wechselten ihren Strom- bzw. Gaslieferanten im ersten
Halbjahr im Verhältnis zur Kundenanzahl die Oberösterreicher, am
seltensten die Vorarlberger. In Oberösterreich wechselten bei Strom
3,7 Prozent bzw. 37.800 Kunden, bei Gas 5,6 Prozent (8.100 Kunden).
Am zweihäufigsten wechselten die Kärntner mit 3,1 Prozent bei Strom
(12.000 Kunden), bei Gas waren es 4,3 Prozent (600 Kunden). Am
dritthäufigsten wechselten ihren Stromlieferanten die Wiener mit drei
Prozent (45.700 Kunden), bei Gas waren die Steirer mit 4,1 Prozent
(2.800 Kunden) die drittfleißigsten Wechsler. Alle anderen
Bundesländer blieben sowohl bei Strom als auch bei Gas unter dem
Österreichschnitt. Das Bundesland mit der geringsten
Wechselbereitschaft war Vorarlberg mit einer Wechselrate bei Strom
von 0,9 Prozent, bei Gas waren es 1,3 Prozent.
Preisvergleichsrechner der E-Control für Strom und Gas:
www.e-control.at/tarifkalkulator
Details zu den Anbieterwechselzahlen:
Strom: https://www.ots.at/redirect/strom1
Gas: https://www.ots.at/redirect/gas2
Video: Energielieferantenwechsel erklärt https://youtu.be/HDUQipPSu84
Bilder (für Medienzwecke honorarfrei):
http://press.e-control.at/Media.aspx
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