„dokFilm“ präsentiert „Mein Meidling“, danach Neues „Am Standesamt“

Am Sonntag, 13. August, ab 21.55 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Dokumentarisches aus Österreich steht wieder am Sonntag, dem 13. August 2017, auf dem Programm: Zunächst bringt der „dok.Film“ um 21.55 Uhr ein Dakapo des Bezirksporträts „Mein Meidling“, in dem Regisseur Chico Klein durch den zwölften Wiener Gemeindebezirk führt – tatkräftig unterstützt von Schauspiel-Mutter-und-Sohn-Gespann Erika Mottl und Jakob Seeböck sowie durch die Musiker Toni Stricker und Roman Gregory. Danach, um 22.55 Uhr, sieht sich eine neue Dokumentation von Jennifer Rezny „Am Standesamt“ um – einem Ort, an dem es oft gehörig „menschelt“.

„Mein Meidling“ (21.55 Uhr)

In dieser 2016 entstandenen Ausgabe der beliebten ORF-Bezirksdoku-Reihe stellen wieder Prominente „ihr“ ganz persönliches Grätzel vor. Diesmal sind dies zwei Generationen aus zwei verschiedenen Gebieten des zwölften Wiener Gemeindebezirks: die aus Untermeidling stammende Schauspielerin Erika Mottl und ihr Sohn Jakob Seeböck, der nach Kitzbühel übersiedelte, um dort in „Soko Kitzbühel“ vor der Kamera zu stehen, weiters die beiden Obermeidlinger Toni Stricker – seines Zeichens Geigenvirtuose und Komponist unzähliger Melodien für Größen wie Peter Alexander, André Heller oder Helmut Qualtinger – sowie der sozial umtriebige Musiker Roman Gregory, der auch als Präsident des Meidlinger Fußballclubs Wiener Viktoria fungiert. Sie alle erinnern sich an ihre Kindheit in Form sehr persönlicher Anekdoten: das Rodeln und das Radfahren in der Schwenkgasse, das Gatterhölzl rund um das Gebiet der Hohenbergstraße und vieles mehr. Außerdem erzählt Theodor „Turl“ Wagner als Mitglied der legendären österreichischen Nationalmannschaft, die 1954 den dritten Platz belegte, über seine Zeit unmittelbar nach dem Krieg, über Meidling und den Fußball. Und: Auch Georg Danzer als geborener Meidlinger kommt posthum zu Wort.
Historische Ansichten und Bilder des heutigen Bezirks vermischt mit sehr persönlichen Geschichten runden dieses Bezirksporträt – eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt – ab.

„Am Standesamt“ (22.55 Uhr) – Premiere für neue ORF-Dokumentation von Jennifer Rezny

Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare! Einer der ersten Wege anlässlich besonderer Lebensereignisse wie Geburten, Hochzeiten oder Todesfälle führt zum Standesamt – jener Stätte der Bürokratie, an der viel trockene Schreibarbeit geleistet wird. Es ist jedoch auch ein Ort, der symbolisch für den Kreislauf des Lebens steht. Regisseurin Jennifer Rezny spürt in ihrem jüngsten Film aber auch einem Beruf nach, der so viel mit unserem Leben zu tun hat wie kaum ein anderer: Standesbeamte, auch „Buchhalter des Lebens“ genannt, beglaubigen neues Leben, besiegeln die Liebe zwischen zwei Menschen oder beurkunden den Tod eines Verstorbenen. Sie haben mit kleinteiliger Paragrafenarbeit zu tun, gleichzeitig werden sie täglich mit der menschlichen Gefühlspalette von euphorisch bis tieftraurig konfrontiert.
Eingetragene Partnerschaften für homosexuelle Paare gehören in Österreich erst seit Anfang 2017 zum normalen Arbeitsalltag jedes Standesbeamten. Zuvor waren in vielen österreichischen Ämtern eingetragene Partnerschaften nur auf der zugehörigen Bezirkshauptmannschaft möglich. Nach wie vor dürfen gleichgeschlechtliche Paare keine Ehe eingehen – sprich sich als „verheiratet“ bezeichnen.
Auch Bestatter sind regelmäßige Besucher von Standesämtern. Oft nehmen sie den Angehörigen von Verstorbenen die amtliche Meldung eines Sterbefalls ab. Bestatter begleiten Betroffene deshalb vom Totentransport bis zur Beerdigung, übernehmen Organisatorisches und leisten seelischen Beistand.
Jennifer Rezny hat sowohl Standesbeamte als auch Bestatter sowie Privatpersonen, die mit dem Standesamt aufgrund von Geburt, Tod oder Trauung in Berührung kommen, filmisch begleitet. Dabei hat sie festgestellt, dass es im und rund ums Amt oft gehörig „menschelt“ und von dort ausgehend zahlreiche Geschichten zu finden sind, die ein kunterbuntes Gefühlsrepertoire enthalten.

„Am Standesamt“ ist eine Produktion des ORF, ebenfalls hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

Der dokFilm „Mein Meidling“ und „Am Standesamt“ sind sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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