Steiermark: Jubiläums-Brotprämierung mit starker Beteiligung

Bäuerinnen rittern um Landessiege - 221 Brote werden von Jury getestet

Graz (OTS) - Seit 20 Jahren veranstaltet die LK Steiermark Landes-Brotprämierungen. Mit mehr als 5.000 eingereichten Brotlaiben und Spezialbroten haben sich die steirischen Bäuerinnen bei diesen landesweiten Wettbewerben in der Kunst des Brotbackens gemessen und so diese Handwerkskunst optimiert. "Mit der Qualität ging es durch diese Wettbewerbe steil nach oben. Heute sind die steirischen Brotbäuerinnen die besten in Österreich", freut sich Landesbäuerin Auguste Maier. Erstmals werden heuer auch Nachwuchsbäckerinnen gekürt. Die Landessieger stehen heute am Abend fest. 

Größter Brotwettbewerb Österreichs  

Die 20. Landesprämierung ist das Ranking der besten Brotbäuerinnen der Steiermark, des Burgenlandes und Salzburgs. Die 24-köpfige Expertenjury testet 221 Brotproben von 75 Bäuerinnen. Bewertet werden die Kategorien: Bauernbrot, Holzofenbrot, Vollkornbrot, Dinkelbrot, Brot mit Ölsaaten, Kunst aus Teig, innovatives und kreatives Brot sowie Schuljausen-Gebäck. Neu eingeführt wurde die Kategorie "Nachwuchsbäckerinnen". Vier Jugendliche stellen sich in dieser Kategorie der Prämierung, die jüngste Teilnehmerin ist elf Jahre alt. Dazu Landesbäuerin Maier: "Wir wollen die Talente der bäuerlichen Jugend beim Brotbacken wecken, um diese Kunst auf die kommende Generation zu übertragen." 

Nur natürliche Zutaten 

"Bauernbrot ist einzigartig und individuell. Es wird ausschließlich aus Roggenmehl, teilweise aus Weizenmehl oder anderen Getreidesorten, Wasser, Natursauerteig, Salz, Gewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander sowie eventuell Hefe hergestellt. Daher ist dieses Brot besonders beliebt und begehrt", so die Landesbäuerin. "Es zeichnet sich durch einen feinsäuerlichen Geschmack, sein einzigartiges Aroma und die lange Haltbarkeit aus. Wegen seiner natürlichen Zutaten ist das Brot auch gut verträglich", erklärt Verkostungschefin Eva Lipp

Gegen den Einheitsgeschmack 

Mehlmischungen oder Backzubereitungen, die zu einem Einheitsgeschmack von weltweit gleichschmeckenden, neutralen Broten führen, lehnt Lipp kategorisch ab: "Natürlichkeit, Regionalität und individueller Geschmack sowie Vielfalt leben alle unsere Brotbäuerinnen. Die große Brotvielfalt bleibt durch die natürlichen Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten sowie durch die von Hof zu Hof unterschiedlichen Hausrezepte erhalten. Diese Prämierung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Brotvielfalt zu erweitern und die Qualität zu steigern", so Lipp. 

Experten-Jury prüft nach 80 Kriterien 

Eine Experten-Jury testet und beurteilt die eingereichten Brote nach mehr als 80 Prüfkriterien. "Das steirische System hat sich bewährt und wird auch in anderen Bundesländern sowie bei der Bundesprämierung umgesetzt", sagt Lipp. Bei der Beurteilung geht es um das optische Erscheinungsbild des ganzen Brotes, um eine gleichmäßige Krume, die Kaubarkeit und vor allem um den Geschmack, der in der Bewertung den höchsten Gewichtungsfaktor hat. 

Die Landessiegerbrote sowie die ausgezeichneten Brote sind für die Konsumenten eindeutig erkennbar: Sie tragen die Prämierungsschleife "Brotprämierung 2017 der Landwirtschaftskammer Steiermark". Diese Brote garantieren höchste Qualität, außerdem stimmt der Preis. Erhältlich sind die Prämierungsbrote ab Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden. Im Internet sind die Siegerbrote unter www.stmk.lko.at abrufbar. 

Weitere Auszeichnung: "Ähre in Gold" 

Neben dem Landessieg mit Urkunden und spezieller Brotkennzeichnung werden die besten Brote ferner mit der "Ähre in Gold" ausgezeichnet. 100 Punkte sind dafür Voraussetzung, nur makellose Brote können hier zum Zug kommen. Die jährlich von der Landwirtschaftskammer durchgeführte Qualitätsoffensive hat bewirkt, dass die Zahl der 100-Punkte-Betriebe bei der Landesprämierung Jahr für Jahr steigt. Brote mit Auszeichnungen in Silber und Bronze haben nur kleine Schönheitsfehler, welche oft auf die Handarbeit in der Produktion zurückzuführen sind. Ein Geschmackserlebnis sind sie alle. (Schluss)

 


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