FPÖ-Belakowitsch: Das Sterben der Hausärzte ist ein hausgemachtes Problem!

Das Berufsbild des Hausarztes ist mittlerweile unattraktiv und wird durch die politischen Entscheidungsträger zusätzlich in ein schlechtes Licht gerückt!

Wien (OTS) - "Seit Jahren kämpft die FPÖ im Zuge ihrer parlamentarischen Arbeit um eine Verbesserung und um die Stärkung des Hausarztes. Nicht nur in den ländlichen Regionen gibt es einen stetig steigenden Hausärztemangel – auch in den Städten zeigt sich, dass das Berufsbild des Hausarztes mittlerweile unattraktiv ist und dann noch zusätzlich durch die politischen Entscheidungsträger z.B. wegen der jahrlangen PHC-Diskussion in ein schlechtes Licht gerückt wird. Bei der Gesundheitsministerin sollten längst alle Alarmglocken klingeln, so heute die Gesundheitssprecherin der FPÖ, NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch.

Alleine die Zahlen in der Bundeshauptstadt Wien sprechen eine eindeutige Sprache. Derzeit sind genau 17 Jungmediziner in Ausbildung – der Rest strebt eine Ausbildung zum Facharzt an. Alleine die Verdienstmöglichkeiten nach einer medizinischen Fachausbildung sorgen dafür, dass sich die wenigsten Medizinstudenten für den Beruf des Hausarztes erwärmen können. Wenn man den Hausarzt als Institution ernsthaft retten möchte, dann wird man nicht umhin kommen an der Verdienstschraube ordentlich zu drehen und eine Anpassung an die Fachärzte vorzunehmen. Nur so wird es möglich sein, die medizinische Versorgung durch den Hausarzt auch in Zukunft zu garantieren", so Dr. Belakowitsch.

"Die Strategie im Gesundheitsministerium geht ja seit Jahren in jene Richtung, wonach der Hausarzt ein überkommenes und längst überlebtes Modell darstellt und die Zukunft in den 'Primary Health Care-Instituten', den ‚Gruppenpraxes‘ zu suchen und zu finden ist. Dieses Konzept, das 1978 in Kasachstan, der damaligen UdSSR in der WHO-Deklaration von Alma-Ata festgeschrieben wurde, kann das Problem der fehlenden Hausärzte jedoch nicht beseitigen. Vielmehr schafft dieses realsozialistische Konzept, das an der Idee der Polikliniken orientiert ist, nur neue Probleme. Nachdem nämlich die fehlenden Hausärzte auch durch gebetsmühlenartiges Wiederholen der einstudierten Stehsätze unserer ‚Regierungsgrößen‘ nicht aus dem Boden wachsen und wir auch in Zukunft einen Mangel an Hausärzten haben werden, wird man diese eben vom Ausland nach Österreich holen müssen. Die Frage der gerechten Bezahlung bei Medizinern aus Osteuropa stellt sich dann ja wohl nicht mehr und somit schafft man sich auch schon wieder neue Probleme, die schon heute ‚ante portas‘ stehen. Die SPÖ hält an ihrem Konzept des Arbeitsprekariats offenbar weiter fest, so Dr. Belakowitsch.

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