„St. Josef am Berg“: Generationskonflikt zwischen Harald Krassnitzer und Paula Kalenberg

Dreharbeiten zur neuen ORF/ARD-Komödienreihe

Wien (OTS) - Nicht nur die österreichische und norddeutsche Mentalität, sondern auch Jung und Alt prallen in der neuen ORF/ARD-Reihe „St. Josef am Berg“ (AT) aufeinander. Unter der Regie von Lars Montag stehen für die ersten zwei Teile u. a. Publikumslieblinge wie Harald Krassnitzer, Paula Kalenberg, Petra Morzé und Sebastian Wendelin in Rauris in Salzburg vor der Kamera. Im Rahmen der Dreharbeiten, die noch bis Ende August andauern, gaben die Hauptdarsteller einen ersten Einblick in die länderübergreifende Familienkomödie. „St. Josef am Berg“ wird voraussichtlich im Frühjahr 2018 in ORF 2 zu sehen sein.

„Dörfliche Familiengeschichte mit Politikskandalen“

„Heimatfilm würde ich nicht sagen, weil es schnell ein falsches Bild vermittelt. Ich würde es als dörfliche Familiengeschichte mit Politikskandalen bezeichnen“, so Sebastian Wendelin, der in „St. Josef am Berg“ den Sohn des ansässigen Bürgermeisters (Harald Krassnitzer) spielt. Und auch Paula Kalenberg bestätigt: „Wir sind wider Erwarten gar nicht so heimatlich unterwegs. Es geht um einen Generationenkonflikt. Dass eine junge Familie aufs Land zurückkehrt und dann doch merkt, dass sie vieles anders machen wollen als die Eltern. Es ist dieser immerwährende Konflikt zwischen Kindern und Eltern, vor allem dann, wenn die Kinder eine eigene Familie gründen.“

„Es gibt ein Geschwindigkeitsgefälle!“

Der kulturelle Unterschied von Deutschland und Österreich wird in „St. Josef am Berg“ besonders betont, ohne Scheu vor dem Spiel mit den Stereotypen. Sebastian Wendelin: „Die Deutschen sind etwas genauer als alle. Für unser Empfinden oft zu genau – weil sie immer wissen wollen, wie alles läuft. Was gerade im Film meinem Vater auf die Nerven geht, weil er es gewohnt ist, dass die Leute nicht so genau nachfragen. Bei uns laviert man sich so durch und vergisst dann aber auch Dinge. Und ich als Sohn des Bürgermeisters profitiere natürlich auch von der Position meines Vaters.“ Paula Kalenberg ist tatsächlich ein Unterschied aufgefallen, wie sie augenzwinkernd erzählt: „Was ich wahrnehme, ist diese Langsamkeit beim Reden. Besonders bei Harald Krassnitzer und mir gibt es ein Geschwindigkeitsgefälle.“ Ob Redetempo oder Genauigkeit, die Beziehung zwischen Österreichern und Deutschen ist in Wirklichkeit schon lange eine gute – davon ist auch Harald Krassnitzer überzeugt:
Er glaubt „dass das so ein uraltes Klischee ist. Wir haben jedes Jahr Hunderttausende Deutsche bei uns auf Urlaub, die uns eine große Wertschätzung entgegenbringen, und umgekehrt tun wir das auch, weil wir glücklich sind, dass sie als Gäste kommen. Darüber hinaus lebt ein Großteil unserer Industrie als Zulieferer von der deutschen Industrie. Es gibt Partnerschaften, die schon längst all diese Hindernisse überwunden haben, und die Missverständnisse, die es vielleicht noch geben könnte – die eher kulturell und sprachlich bedingt sind – die kann man mit Humor wettmachen.“

Ein Bär und ein Brand am Set

Für Aufregung sorgte neben dem geplanten Dreh mit einem Bären auch ein unerfreulicher Zwischenfall. Während der Dreharbeiten sind Teile eines Motivs abgebrannt. Paula Kalenberg erzählt: „Man kann es Gott sei Dank fröhlich erzählen, weil niemandem etwas passiert ist. Aber unser Hauptmotiv und das Produktionsbüro haben was abbekommen und alle Kostüme stinken – es riecht jetzt permanent nach Barbecue.“ Und auch Harald Krassnitzer hat es aus nächster Nähe gesehen: „Den Brand musste ich mir erste Reihe fußfrei von meinem Quartier ansehen, weil es direkt gegenüber von dem Motiv ist, dass beschädigt wurde.“ Doch zurück zum Bären, der besonders bei Paula Kalenberg für Herzrasen sorgte: „Als der Bär einen Meter von uns entfernt war, war ich schon so aufgeregt, dass die Pumpe raste.“ Und auch Harald Krassnitzer hatte Respekt vor dem Tier: „Der Bär kam aus Ungarn und war ein sehr gut dressierter und sehr lustiger Bär, aber in seiner Erscheinung sehr imposant. In freier Wildbahn würde ich ihm nicht begegnen wollen.“

„St. Josef am Berg“ – Teil 1

Svea (Paula Kalenberg) und Peter Pirnegger (Sebastian Wendelin) feiern Hochzeit in den Bergen, Peters alter Heimat. Als Peter das Angebot erhält, als Chefveterinär den geplanten Nationalpark zu überwachen, scheint sich sein Lebenstraum zu erfüllen. Zur Freude ihres Schwiegervaters, Dorf-Patriarch Joseph Pirnegger (Harald Krassnitzer), erklärt sich Svea zu einer „Probezeit“ in den Bergen bereit. Sie stellt allerdings die Bedingung, dass auch sie arbeiten will. Kurzerhand lässt Joseph seine Beziehungen spielen und organisiert ihr einen Job bei Bürgermeister Mingner (Branko Samarovski) im Nachbarort Klamm. Joseph ahnt jedoch nicht, dass er mit Svea bald mehr Konkurrenz im Haus haben wird, als ihm recht ist.

„St. Josef am Berg“ – Teil 2

Svea und Peter sind mittlerweile Eltern eines Mädchens. Svea wird die neue Bürgermeisterin von Klamm und geht in ihrer Rolle auf. Doch bald schon steht das Ehepaar vor neuen Herausforderungen: Sveas Entscheidung, die Verträge zum Nationalpark erst nach eingehenden Nachverhandlungen zu unterzeichnen, durchkreuzt die intriganten Pläne ihres Schwiegervaters Joseph. Dieser zieht daraufhin sämtliche Register, um Svea das Leben so schwer wie möglich zu machen. Svea wiederum will beweisen, dass sie eine ernstzunehmende Gegnerin ist. Als Josephs Intrigen auffliegen, haben Peter und Svea endgültig genug und kehren den Bergen den Rücken. Für immer?

„St. Josef am Berg“ (AT) ist eine Produktion der Mona Film in Koproduktion mit der ARD Degeto für Das Erste und den ORF. Gefördert werden die Filme vom Land Salzburg und den Fernsehfonds Austria.

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