ORF RSO Wien im August: Drei Konzerte bei den Salzburger Festspielen

Wien (OTS) - Drei Konzerte spielt das RSO Wien bei den Salzburger Festspielen im August: in der Felsenreitschule ist am 5. August Young Conductors Award-Gewinner Aziz Shokhakimov am Pult zu erleben und am 12. August spielt das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien unter Chefdirigent Cornelius Meister u.a. Claude Viviers „Siddhartha“. Am 16. August dirigiert Maxime Pascal in der Kollegienkirche Gérard Griseys „Les Espaces acoustiques“.

Am Samstag, den 5. August findet in der Salzburger Felsenreitschule um 20.00 Uhr ein Konzert mit Stars von morgen statt:
Aziz Shokhakimov debütierte im Alter von 14 Jahren in der Usbekischen Nationaloper und gewann 2016 den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. Der 1988 geborene Dirigent leitet in seinem Preisträgerkonzert das RSO Wien und präsentiert Sergej Prokofiews Symphonie Nr. 5 B-Dur sowie Antonin Dvoraks Konzert für Violincello und Orchester h-Moll. Als Solist musiziert der mehrfach preisgekrönte, 1994 geborene Cellist Andrei Ioniță.

Unter der Leitung seines Chefdirigenten Cornelius Meister präsentiert das RSO Wien am Samstag, den 12. August ab 20.30 Uhr in der Felsenreitschule Werke von Richard Wagner, Richard Strauss, Claude Vivier und Giacinto Scelsi. Zu hören ist das „Vorspiel und Isoldes Liebestod“ aus Wagners „Tristan und Isolde“ und Claude Viviers Vertonung von Hermann Hesses „Siddhartha“. Das halbstündige Orchesterwerk überrascht mit einer ungewöhnlichen Aufstellung auf der Bühne: Acht Ensembles weben eine Klangwelt, die ebenso frappierend neu ist, wie es Wagners „Tristan“ für seine Zeitgenoss/innen war. Auch „Tod und Verklärung“ von Richard Strauss – in der Felsenreitschule der Schlusspunkt des Konzerts – kann man als Kommentar zum Tristan hören. Komplettiert wird das Festspielprogramm durch „Hymnos“ von Giacinto Scelsi mit Robert Kovács an der Orgel. Der italienische Adelige irritierte das Publikum mindestens ebenso wie Wagner ein Jahrhundert zuvor. Denn Scelsi, der zeit seines Lebens jede mediale Darstellung der eigenen Person unterband, improvisierte seine Werke auf Spezialinstrumenten und überließ die Notation anderen. Ö1 sendet den Konzertmitschnitt am 18. August um 19.30 Uhr.

In der Salzburger Kollegienkirche spielt das RSO Wien unter Maxime Pascal am Mittwoch, den 16. August ab 19.30 Uhr „Les Espaces acoustiques“, das als Hauptwerk des Komponisten Gérard Grisey gilt. Der zwischen 1974 und 1985 geschriebene sechsteilige Zyklus erlaubt eine umfassende Begegnung mit der „Spektralmusik“, die Grisey gemeinsam mit Tristan Murail entwickelte. Ausgehend von einem knapp 20-minütigen Bratschensolo - gespielt in Salzburg von Mario Gheorghiu - fächert Grisey die Töne, ihre Obertonreihen und Klangspektren auf, was in den „Espaces acoustiques“ zu einem Anwachsen des Orchesters führt; erst in den letzten beiden Stücken, „Transitoires“ und „Epilogue“, tritt das gesamte Orchester in Erscheinung. Die Konzertaufzeichnung ist am 28. August ab 23.03 Uhr in Ö1 zu hören. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter http://rso.orf.at.

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