Live-zeitversetzt von den Salzburger Festspielen: „La clemenza di Tito“ am 4. August in ORF 2

Mozarts letzte Oper in einer umjubelten Neuinterpretation von Peter Sellars und Teodor Currentzis

Wien (OTS) - Viel erwartet und genauso umjubelt war die diesjährige Eröffnungsoper der Salzburger Festspiele im ersten Jahr der Intendanz von Markus Hinterhäuser: Mit Standing Ovations und vorwiegend hymnischen Kritiken bedacht wurde W. A. Mozarts letzte Oper „La clemenza di Tito“ in einer Neuinterpretation von Regisseur Peter Sellars und Dirigent Teodor Currentzis am Pult seines unverwechselbaren MusicAeterna-Orchesters, beide bekannt als Querdenker und revolutionäre Geister ihres Fachs. Der ausgewiesene Mozart-Spezialist Sellars schließt damit an seine gefeierten Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen in den 90er Jahren an. Nachdem Ö1 die Premiere übertragen hat, steht am Freitag, dem 4. August, um 21.20 Uhr in ORF 2 die live-versetzte TV-Übertragung des Werks aus der Felsenreitschule auf dem Programm.

Sellars dirigiert auch elf ORF-Kameras

Für die TV-Bildregie zeichnet mit insgesamt elf Kameras ebenfalls Peter Sellars verantwortlich, der damit zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder diese Aufgabe bei einer ORF-Übertragung übernommen hat. Zuletzt hatte der US-amerikanische Regisseur 1991 in den ORF-Studios am Wiener Küniglberg den Mozart-Da Ponte-Zyklus („Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“ und „Così fan tutte“) als Fernsehopern inszeniert und aufgezeichnet. Das Rahmenprogramm zu „La clemenza di Tito“ wird von Barbara Rett live moderiert, begleitet von Interviews und einem Pausenfilm von Barbara Pichler-Hausegger.

Neuinszenierung mit moderner Perspektive

Mozarts Oper war eine Auftragsarbeit zu Ehren der Krönung von Kaiser Leopold II. zum König von Böhmen 1791 und erzählt in zwei Akten die Geschichte um Macht, Intrigen und das letztendlich milde Vergeben des römischen Herrschers Titus, der sein Volk versöhnt, den Staat befriedet und selbst dem Attentäter Sesto verzeiht. Damit brachte Mozart seine Vision des friedvollen Zusammenlebens musikalisch kunstvoll zum Ausdruck. In der Neuinszenierung schreiben Altmeister Peter Sellars und der längst als Stardirigent ausgewiesene Teodor Currentzis die Geschichte über die Güte und Milde des römischen Herrschers fort und erweitern sie um eine moderne Perspektive. Das Kernthema der Oper hat an Aktualität leider nie verloren, und so fragt sich auch Regisseur Sellars, welche heilenden Gesten den Zorn und die zahlreichen Konflikte unserer Zeit aufzulösen vermögen.

Zu erleben sind u. a. Russell Thomas als Tito Vespasiano und Golda Schulz als Vitellia, außerdem Christina Gansch (Servilia), Marianne Crebassa (Sesto), Jeanine De Bique (Annio), Willard White (Publio) und der MusicAeterna-Chor.

Auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) wird die Opernübertragung österreichweit als Live-Stream und nachträglich als Video-on-Demand bereitgestellt. 3sat zeigt am Samstag, dem 19. August, um 20.15 Uhr eine Aufzeichnung.

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