VIER PFOTEN befragt Touristen: Viel Kritik an Fiakerfahrten in der Hitze

Tierschützer beobachten, ob 35-Grad-Marke für Hitzefrei eingehalten wird

Wir haben gesehen, dass viele Touristen Mitleid mit den Pferden haben“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Das zeigt uns wieder, dass diese Institution nicht mehr zeitgemäß ist. Die Menschen wollen sich nicht auf Kosten der Tiere amüsieren.
Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN

Wien (OTS) - VIER PFOTEN hat in den letzten Tagen Touristen zum Dauerbrenner Fiakerpferde und Hitze befragt. Das Ergebnis, das die Tierschützer in einem Video zusammengeschnitten haben: Viele Besucher Wiens sehen den Einsatz bei sehr hohen Temperaturen in der prallen Sonne durchaus kritisch. Die Fiakerkutscher, Tourismusverbände und auch die Stadt Wien argumentieren immer wieder, dass Fiaker nach wie vor ein Touristenmagnet sind (Link zum Video: https://youtu.be/DNJbL97rFdE).

Wir haben gesehen, dass viele Touristen Mitleid mit den Pferden haben“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Das zeigt uns wieder, dass diese Institution nicht mehr zeitgemäß ist. Die Menschen wollen sich nicht auf Kosten der Tiere amüsieren.“ Morgen, am heißesten Tag der Woche, wird die Temperatur laut ZAMG erstmals auf 35 Grad steigen; VIER PFOTEN wird daher an den Standplätzen wieder überprüfen, ob die 35-Grad-Marke für Hitzeferien eingehalten wird.

Nachdem die Fiakerinnung vor einigen Monaten einen Antrag zur Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe gestellt hat, hat VIER PFOTEN Alarm geschlagen und eine Petition dagegen gestartet, die bislang von fast 10.000 Personen unterschrieben worden ist (http://bit.ly/fiaker-UNESCO-kulturerbe). Eine kritische Meinung dazu haben auch zahlreiche Touristen, die VIER PFOTEN befragt hat. Die Entscheidung der UNESCO ist noch ausständig.

Laut VIER PFOTEN sollte die Stadt Wien ihr Tourismuskonzept langfristig überdenken. Martina Pluda: „Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dass die Pferde ab 35 Grad Hitzeferien bekommen sollen. Wir haben das schon mehrmals sehr begrüßt. Leider ist die Hitze aber nicht das einzige Problem. Die Behörden müssen sich überlegen, ob Fiakerfahrten in der Innenstadt nicht generell abgeschafft werden sollen.“ Die Straßen in der Innenstadt, vor allem das rutschige und unebene Kopfsteinpflaster, sind absolut nicht geeignet für die behuften Tiere. VIER PFOTEN schlägt vor,  als Kompromiss die Fahrten in Wiens Grünanlagen zu verlegen. „Dort sind  die Stellplätze oft nicht in der prallen Sonne, die Pferde haben außerdem nicht ständig den Stress durch Lärm und Verkehr zu ertragen“, meint Pluda.

Nein zu Fiaker als immaterialles UNESCO-Weltkulturerbe!
Bitte unterstützen Sie die Tiere mit Ihrer Unterschrift
VIER PFOTEN/Fiakerpetition

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