APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kurz, Pilz und Hübner aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 21.07.2017 bis 27.07.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP). Nachdem Kurz am Donnerstag von seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano gefordert hatte, illegal in Italien eingetroffene Migranten nicht mehr von den Inseln auf das Festland zu lassen, da sich Österreich erwarte, dass der „Fährenverkehr“ für illegale Einwanderer eingestellt werde, hagelte es für ihn Kritik aus Italien: Gianni Pittella, Fraktionsvorsitzender im EU-Parlament, ließ sich gar zu der Aussage hinreißen, Kurz strebe eine Umwandlung Lampedusas in ein Konzentrationslager an. Unterstützung bekam Kurz in dem verbalen Schlagabtausch mit Italien sowohl von Otmar Karas, ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament, Karlheinz Kopf, dem Zweiten Nationalratspräsidenten sowie FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache. Kurz selbst zeigte sich von den italienischen Attacken unbeeindruckt: „Das richtet sich von selbst“, so Kurz im Interview mit der Tageszeitung „Österreich“.

Innenpolitisch warfen sich ÖVP und SPÖ gegenseitig vor, „dirty campaigning“ im Wahlkampf zu betreiben. Laut einer von der Volkspartei bei Experten in Auftrag gegebenen Studie investiert die SPÖ rund 100.000 Euro monatlich in Negativkampagnen gegen Kurz. Seine VP wolle sich an diesem Stil nicht beteiligen, so Kurz dazu.

Als Neueinsteiger der Woche konnte Norbert Hofer (FPÖ) Platz 11 für sich behaupten. Hofer meldete sich letzte Woche mit Kritik an Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) zu Wort. Schelling hatte zuvor die Abschaffung des Pflegeregresses durch die SPÖ ohne detaillierte Zahlen über Folgekosten als „schweren Fehler“ bezeichnet. Für Hofer ließ die Aussage Schellings tief blicken, „auf dem Rücken der Schwächsten zu sparen“ sei eines Sozialstaates nicht würdig, so Hofer.

Hofer nahm zudem Ende der Woche Stellung zu antisemitisch interpretierten Aussagen seines Parteikollegen Johannes Hübner. Er sei nicht entzückt darüber gewesen – Österreich habe eine besondere Geschichte und entsprechend eine besondere Verantwortung, so Hofer im Interview.

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