Grüne zum „Equal Pension Day“: Pensionslücke zwischen Männern und Frauen ein Armutszeugnis

Aslan/Schwentner mahnen Pensionsreformen ein, um "Pension Gap" zu senken

Wien (OTS) - „Frauen bekommen 2016 immer noch 43 Prozent weniger Pension als Männer, und das nach einem in der Regel arbeitsreichen Leben“, kritisieren die Grünen Abgeordneten, Sozialsprecherin Judith Schwentner und Frauensprecherin Berivan Aslan, anlässlich des "Equal Pension Day" am 27. Juli.

An diesem Tag verfügen Männer bereits über das Pensionseinkommen aus der Alterspension, das Frauen erst bis zum Ende des Jahres bekommen werden. „Der Equal Pension Day ist in Wirklichkeit noch schockierender in seiner Aussagekraft als der Equal Pay Day“, sagt Frauensprecherin Berivan Aslan. „Am Ende eines arbeitsreichen Lebens, in dem Frauen viel unbezahlte Arbeit erledigt haben und zusätzlich am Arbeitsmarkt zahlreiche Hürden auf sich nehmen mussten, wartet auf sie eine Pension, die nur knapp über der Hälfte der Männerpension liegt und oftmals nicht zum Leben reicht“, kritisiert Aslan.

Die durchschnittliche Frauenpension lag im Jahr 2016 bei 982 Euro brutto, jene der Männer bei 1.609 Euro. Damit verharrt der Durchschnittswert deutlich unter der aktuellen Armutsgefährdungsschwelle von 1.185 Euro monatlichem Einkommen für einen Ein-Personen-Haushalt.

Sozialsprecherin Judith Schwentner mahnt Reformen ein, um den "Pension Pay Gap" effektiv zu schließen. „Neben vielen anderen positiven Effekten bei der Bekämpfung von Altersarmut würde das Grüne Pensionsmodell den "Pension Gap" um die Hälfte reduzieren“, rechnet Schwentner vor. Ein Alterssicherungssystem, das wie aktuell ausschließlich auf den Lebenseinkommenshöhen der EinzahlerInnen fußt, berge für Frauen mit ihren atypischen Erwerbsbiographien hingegen gravierende Nachteile, die nicht länger toleriert werden dürften.

„Jetzt braucht es Reformen im Pensionssystem, die allen Frauen – auch den jungen – zugutekommen würden. Die Grünen haben die Lösungen dafür. Mit der derzeitigen Pensionspolitik, die unter Schwarz-Blau eingeläutet wurde, und Frauen einen Durchrechnungszeitraum von 40 Erwerbsjahren beschert hat, werden wir in Zukunft aber mit noch niedrigeren Frauenpensionen rechnen müssen“, warnt die Grüne Sozialpolitikerin abschließend.

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