AUVA: Haltungsschäden mit richtiger Schultasche vorbeugen

Wien (OTS) - Im September ist wieder Schulbeginn für viele Schülerinnen und Schüler. Es ist aber schon im Vorfeld – beim Kauf der Schultasche – wichtig, auf die Ergonomie zu achten und Haltungsschäden zu vermeiden.

Die Ergonomie der Schultasche, das heißt die optimale Passform, um den Rücken des Kindes möglichst wenig zu belasten, spielt eine wichtige Rolle beim Schultaschenkauf. Eine junge Wirbelsäule reagiert besonders empfindlich auf Fehlbelastungen und dies kann neben mangelnder Bewegung ein Grund für Rückenschmerzen sein.

Die AUVA empfiehlt daher, die Schultasche grundsätzlich gemeinsam mit dem Kind zu kaufen und Probe zu tragen. Wichtig ist jedenfalls, die individuell passende Einstellung der Schultasche für das Kind.

Beim Kauf der Schultasche gilt es eine Reihe von Dingen zu beachten:

  • Eine Schultasche mit 15 Litern Innenvolumen soll nicht mehr als 1,2 kg Leergewicht haben.
  • Entsprechende Innenfächer sollten dafür sorgen, dass das Gewicht beim Packen gleichmäßig auf dem Rücken verteilt werden kann.
  • Für Tragegurte gilt: zumindest 4 cm breit, ausreichend gepolstert sowie einfach und rasch zu verstellen.
  • Auch die Position auf dem Rücken ist wesentlich: beide Tragegurte verwenden (straff ziehen) und die Oberkante der Schultasche schließt auf Höhe der Schultern ab.

„Darüber hinaus ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Breite der Schultasche der Breite des Rückens entspricht und nicht breiter ist. Der Rückenteil einer Schultasche sollte zudem aus rutschfestem Material sein und seitlich Erhöhungen (Polsterungen) aufweisen, damit er sich gut am Rücken anpasst“, so die AUVA-Expertin Mag. Brigitte-Cornelia Eder.

Alternative: Rucksäcke und Umhängetaschen

 Rucksäcke haben meist ein geringeres Eigengewicht als Schultaschen, daher sind sie bei gleichem Füllgewicht leichter. Der Nachteil ist allerdings ihre meist fehlende Stabilität. Umso wichtiger ist es, Rucksäcke richtig zu packen und in der korrekten Position zu tragen.

Umhängetaschen sind eher zu vermeiden, da sie den Rücken einseitig belasten. Wenn sie dennoch zum Einsatz kommen, dann sollten sie abwechselnd links- oder rechtsseitig quer über die Brust getragen werden.

Bewegung in den Alltag integrieren

 Bewegung ist neben der Auswahl der richtigen Schultasche das Um und Auf für einen gesunden Stütz- und Bewegungsapparat, doch leider kommen körperliche Aktivitäten schon bei Kindern häufig zu kurz, weil sie viel zu viel sitzen. Bewegung ist jedoch der Schlüssel zu einer stabilen Wirbelsäule, starker Muskulatur, Koordinationsgeschick sowie einem gut funktionierenden Stoffwechsel und Kreislauf.

Am einfachsten ist es Bewegung in den Alltag zu integrieren: Wege zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad (Helm nicht vergessen!) fahren und am Nachmittag bzw. Wochenende Zeit mit den Kindern im Freien einplanen. Ganz wichtig ist dabei eine Art der Bewegung zu finden, die Spaß macht.

Weiterführende Unterlagen finden Sie unter: www.auva.at

Über die AUVA:

 Bei der AUVA sind über 4,9 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Prävention ist die Kernaufgabe der AUVA, denn Unfallverhütung und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern. 

Die AUVA betreibt die Unfallkrankenhäuser Meidling und Lorenz Böhler in Wien, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling, Weißer Hof in Niederösterreich, Häring in Tirol und die Rehabilitationsklinik Tobelbad in der Steiermark. In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 367.000 Patientinnen und Patienten behandelt, davon mehr als 40.000 stationär.

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