FPÖ-Mölzer: Diskriminierung österreichischer Akademiker bei Lehrerausbildung

„Schnellkurs“ zur Lehrerausbildung von Flüchtlingen - Österreichische Akademiker müssen hingegen komplettes Masterstudium absolvieren.

Wien (OTS) - „Während österreichische Bürger zur Lehrberechtigung ein Studium im Ausmaß von 120 ECTS absolvieren müssen, können Flüchtlinge dies mittels eines 'Schnellkurses' machen“, ärgert sich der freiheitliche Bildungssprecher NAbg. Wendelin Mölzer. Dieser Umstand stellt eine Ungleichbehandlung gegenüber österreichischen Bürgern dar, „weil die Lehrerausbildung in Ländern wie Syrien oder Afghanistan wohl kaum mit jener in Österreich verglichen werden kann. Zudem sind akademische Abschlüsse aus solchen Ländern nicht zwingend mit akademischen Abschlüssen aus europäischen Ländern vergleichbar“, so Mölzer.

In der Vergangenheit soll es für Personen welche in Deutschland einen Fachhochschulabschluss absolvierten, in Österreich Probleme mit der Anerkennung gegeben haben, was sich besonders bei Bediensteten der Länder oder des Bundes in der Besoldung bemerkbar machte. „Es kommt einer Diskriminierung gleich, wenn bis vor kurzem gewisse Bildungsabschlüsse aus der Bundesrepublik Deutschland im öffentlichen Dienst in Österreich nicht anerkannt wurden, aber jetzt aus heiterem Himmel afghanische oder syrische Bildungsabschlüsse mit österreichischen bzw. europäischen gleichgesetzt werden“, so der freiheitliche Bildungssprecher weiter.

Ab September 2017 sollen bis zu 30 Flüchtlinge als Lehrer für Österreichs Schulen ausgebildet werden. Medienberichten zufolge sollen in der Lehrerausbildung für Flüchtlinge bildungswissenschaftliche Grundlagen und das Wissen über das österreichische Schulsystem vermittelt werden. Umgesetzt wird dies mittels eines zweisemestrigen Kurses an der Uni Wien. Voraussetzung für die Teilnahme am „Schnellkurs“ sind zumindest ein Bachelor Abschluss in einem für die Schule relevanten Unterrichtsfach, Unterrichtserfahrung, Deutschkenntnisse und eine positiver Asylbescheid.

„Das Argument, wonach zu Lehrern ausgebildete Flüchtlinge bei der Integration von Flüchtlingskindern in die österreichische Gesellschaft helfen können, ist in sachlicher Hinsicht unrichtig, da solche Integrationsmaßnahmen wohl eher von österreichischen Lehrern durchgeführt werden sollen“, führt Mölzer aus und appelliert an Integrationsminister Kurz und Bildungsministerin Hammerschmid, dass österreichische Werte von österreichischen Bürgern vermittelt werden sollen und nicht von Flüchtlingen!

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