Nationalrat – Vogl kritisiert, dass in der EU die Hälfte des klimaschädigenden Palmöls als „Biodiesel“ im Tank landet

Wien (OTS/SK) - Der Nationalrat Markus Vogl hat sich am Donnerstag noch in einer Kurzen Debatte dem Palmöl gewidmet, konkret einer Anfragebeantwortung von Landwirtschaftsminister Rupprechter zu „Palmöl in Futtermitteln“. Der SPÖ-Abgeordnete hat klargemacht, dass Palmöl unter „Not und Elend“ produziert werde, also mit extremen sozialen Verwerfungen und wegen der Brandrodungen mit katastrophalen Folgen für den Klimaschutz. Unter diesen Vorzeichen ist es für Vogl vollkommen unverständlich, dass fast die Hälfte des in der EU verwendeten Palmöls als „Biodiesel“ im Tank landet. ****

              Die SPÖ ist sich mit allen Fraktionen einig, dass Palmöl nicht mehr in Futtermitteln eingesetzt werden sollte. Vogl wies darauf hin, dass dieses Konzept mittlerweile sogar vom Schweizer Bauernverband vertreten werde. Ihm geht es aber auch darum, Palmöl in Lebensmitteln zu reduzieren. Und vor allem, wenn ein Produkt das AMA-Gütesiegel trage, dann müsse sich die Konsumentin, der Konsument darauf verlassen können, dass kein Palmöl enthalten ist.

              Vogl gab zu bedenken, dass man Palmöl im globalen Maßstab nicht von heute auf morgen verbieten wird können. Die Folge davon wäre nur, dass es durch das nächstbilligere Öl ersetzt würde. Vogl plädierte daher dafür, dass man beim internationalen Handel ansetzt: „Freier Handel muss mehr sein als kostengünstiger Handel, Handel muss fair sein.“ Das Ziel müsse ein von Umwelt- und sozialen Standards geleiteter Handel sein, betonte Vogl. (Schluss) bj/wf

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