„Universum History“ über Aufstieg und Fall Erwin Rommels

„Rommel – Mythos und Wahrheit“ am 14. Juli in ORF 2

Wien (OTS) - Erwin Rommel: „Wüstenfuchs“, Hitlers „Lieblingsgeneral“ und in Nazi-Deutschland schon zu Lebzeiten ein Mythos. Zu verdanken hatte er seinen kometenhaften Aufstieg seinem Hang zur Selbstinszenierung und – vor allem – seinem Förderer Adolf Hitler. Mit seinen militärischen Erfolgen in Afrika avancierte der junge Offizier zur Propagandafigur der Wehrmacht. Zeitlebens agierte Rommel als Teil der makabren Inszenierungen des NS-Regimes. Wie große Teile seines Lebens – selbst sein Begräbnis – von der NS-Propaganda zu Werbezwecken instrumentalisiert wurden, zeigt „Universum History“ am Freitag, dem 14. Juli 2017, um 22.45 Uhr in ORF 2 mit Christian Freys Dokumentation „Rommel – Mythos und Wahrheit“.

Wer war Erwin Rommel wirklich? Ein überzeugter Nazi? Ein unpolitischer, naiver Soldat? Wie viele andere führende Offiziere verschloss auch Rommel zunächst die Augen vor dem wachsenden Terror der Nationalsozialisten. Unter Hitlers Führung war die Wehrmacht vom ersten Tag an ein verlässliches Instrument des kaltblütigen Krieges. Rommel hatte in dieser Hinsicht Glück – er kämpfte vor allem in Afrika und nicht im Osten Europas. Mit der Judenvernichtung wurde er nie ernsthaft in Verbindung gebracht. Mit seinen Überraschungsangriffen und Täuschungsmanövern in Afrika verschafft er sich sogar beim Feind Respekt. Bei den Franzosen gilt seine Truppe etwa als „Gespensterdivision“, die Engländer bezeichnen ihn dank seiner listigen Kriegsführung als „Wüstenfuchs“. Seine Soldaten lässt er in der Wüste mächtig Staub aufwirbeln, um den Eindruck einer überlegenen Armee zu erwecken. Trickreich signalisiert er Schnelligkeit und Stärke, um den Gegner zu täuschen. An vorderster Front zieht er mit seinen Soldaten ins Feld, immer an erster Stelle, immer im Rampenlicht. Im Spannungsfeld zwischen Gehorsam und Gewissen, Verdrängung und Protest zog sich Rommel lange Zeit auf seine militärischen Funktionen zurück. Erst im Sommer 1944 brach er mit seinem Gönner Hitler. Was danach geschah, darüber rätseln Historiker und Biografen bis heute: War er tatsächlich Teil der Verschwörung des 20. Juli 1944? Wusste er von Graf Stauffenbergs Attentat?

„Rommel – Mythos und Wahrheit“ beleuchtet neue Erkenntnisse rund um Aufstieg und Fall des dereinst populären Generals: Von seiner Niederlage in Nordafrika und seiner Versetzung nach Frankreich, wo er die Landung der Alliierten in der Normandie verhindern sollte, bis zu seiner Rückkehr in seinen Heimatort 1944 – als kranker, depressiver Soldat. Kurz danach wird Erwin Rommel vor seine letzte Entscheidung gestellt: Gerichtsverfahren oder Selbstmord.

Die Sendung ist auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) – vorbehaltlich vorhandener Online-Lizenzrechte – als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001