Internationale buddhistische Gruppe begrüßt Vertrag über das Verbot von Atomwaffen

Tokio (ots/PRNewswire) - Die Verabschiedung des Atomwaffenverbotsvertrags im UN-Hauptsitz in New York am 7. Juli wird von der buddhistischen Vereinigung Soka Gakkai International (SGI) als historischer Schritt in der Geschichte der Menschheit gelobt.

Der Vertrag, der die Entwicklung, die Herstellung, den Besitz, die Lagerung, das Testen, die Verwendung oder die Drohung der Verwendung von Atomwaffen verbietet, ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen bei der UN. Mehr als 120 Regierungen und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft beteiligten sich daran.

Kimiaki Kawai, Direktor der SGI-Abteilung für Friedensangelegenheiten und Menschenrechte, war in New York, um an der letzten Verhandlungsrunde teilzunehmen. Kawai erklärte, dass die fortdauernde Existenz von Atomwaffen die Menschwürde gefährde. Er kommentierte:
"Die Verabschiedung dieses Vertrages fühlt sich wie ein bedeutungsvoller Schritt nach vorne an. Selbst wenn die Atomwaffenstaaten und die meisten der von Atomwaffen abhängigen Staaten nicht teilgenommen haben, wurde doch die moralische Norm sehr klar definiert und sie wird vom gemeinsamen Willen der Weltbevölkerung mitgetragen. Atomwaffen, egal in wessen Händen, sind auf jeden Fall abzulehnen."

Hirotsugu Terasaki, Generaldirektor der SGI-Abteilung für Friedensangelegenheiten und globale Fragen, hat stellvertretend für die SGI eine offizielle Erklärung herausgegeben, in der die Verabschiedung des Vertrages begrüßt wird. Sie lautet: "Die Existenz von Atomwaffen stellt die größte Bedrohung für das Recht auf Leben dar - sowohl von Einzelpersonen, als auch der Menschheit insgesamt. Aus diesem Grund ist ihre vollständige Beseitigung ein Wunsch, den alle Menschen teilen." Die vollständige Erklärung finden Sie unter: h ttp://www.sgi.org/resources/ngo-resources/peace-disarmament/ptnw-stat ement-july-2017.html

Andere zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich seit Jahren für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen, haben diese seit Langem erwartete Entwicklung ebenfalls gelobt. Die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN), mit der die SGI schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet, und Faith Communities Concerned about Nuclear Weapons (Organisationen und Einzelpersonen verschiedener Glaubenstraditionen, einschließlich SGI, PAX und WCC) haben ebenfalls Unterstützungsbekundungen veröffentlicht. Die Erklärungen der Glaubensgemeinschaften finden Sie unter http://www.sgi.org/resources/ ngo-resources/peace-disarmament/ptnw-joint-statement-july-2017.html

Die SGI verpflichtet sich, ihre Bildungsarbeit im Bereich nuklearer Abrüstung fortzusetzen. Hierzu zählen Ausstellungen, die die Öffentlichkeit für die negativen humanitären, ökologischen und menschenrechtsbezogenen Auswirkungen von Atomwaffen sensibilisieren sowie die Veröffentlichung von Augenzeugenberichten von Opfern der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki (Hibakusha).

Vor sechzig Jahren, im September 1957, verfasste Josei Toda, der zweite Präsident der Soka Gakkai, eine Deklaration zur Abschaffung von Atomwaffen. Seitdem setzt sich die Soka Gakkai für nukleare Abrüstung ein.

In Übereinstimmung mit Todas Beschreibung von Atomwaffen als eine Manifestation der dunkelsten Aspekte des menschlichen Herzens, konzentriert sich die Bildungsarbeit der SGI nicht nur auf die Mechanismen der Abrüstung. Als buddhistische Gemeinschaft fördert sie die Achtung der Würde des Lebens und hebt daher insbesondere die Notwendigkeit einer fundamentalen Änderung unserer Denkweise hervor.

Wie der Präsident der SGI, Daisaku Ikeda, im Jahr 2009 schrieb: "Wenn wir das Zeitalter des nuklearen Terrors hinter uns lassen wollen, müssen wir gegen den wirklichen 'Feind' kämpfen. Dieser Feind sind weder die Atomwaffen per se, noch die Staaten, die sie besitzen oder entwickeln. Der wirkliche Feind, den wir konfrontieren müssen, sind die Denkweise, die Atomwaffen rechtfertigt und die Bereitwilligkeit, andere zu vernichten, wenn wir sie als Bedrohung oder als Hindernis bei der Umsetzung unserer Ziele sehen."

Die Soka Gakkai International (SGI) ist eine buddhistische Glaubensgemeinschaft mit weltweit 12 Millionen Mitgliedern. Ihre Aktivitäten fördern Frieden, Kultur und Bildung im Sinne der lange zurückreichenden Tradition des buddhistischen Humanismus.

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