Papst fordert von G20 "verantwortungsbewusste Solidarität"

Franziskus kritisiert gegenüber den Teilnehmern des Gipfels Vorherrschaft von Finanzspekulation und "Ideologien der absoluten Autonomie der Märkte"

Vatikanstadt (KAP) - Papst Franziskus hat die Teilnehmer des G20-Gipfels in Hamburg zur Einhaltung internationaler Verträge gemahnt. Um dauerhafte Lösungen zum Wohl aller zu finden, sei es nötig, "internationale Verträge zu achten und einzuhalten sowie die multilateralen Beziehungen weiter zu fördern" schreibt er in einer an Bundeskanzlerin Angela Merkel adressierten Botschaft zum Beginn des Gipfels am Freitag, die der Vatikan veröffentlichte. Der Papst ruft weiter dazu auf, auch die Vereinten Nationen und regionale Organisationen einzubeziehen. Franziskus' Vorgänger im Amt, der emeritierte Papst Benedikt XVI. (2005-2013), hatte 2009 die Tradition begonnen, zu G20-Treffen eine Botschaft zu senden.

Franziskus kritisiert gegenüber den Teilnehmern des Gipfels, deren Länder 90 Prozent der Produktion von Dienstleistungen und Gütern weltweit stellen, eine Vorherrschaft von Finanzspekulation und "Ideologien der absoluten Autonomie der Märkte". Diese Entwicklung führe zu Ausgrenzung, Wegwerfkultur und "sogar Tod". Der Papst mahnt, die wirtschaftlich schwachen Nicht-Teilnehmer des Gipfels nicht zu vergessen und ruft zu Dialog auf: "So bitte ich Gott, dass der Hamburger Gipfel durch das Beispiel jener Verantwortungsträger in Europa und der Welt inspiriert werde, die dem Dialog und der Suche nach gemeinsamen Lösungen durchweg den Vorzug gegeben haben: Schuman, De Gasperi, Adenauer, Monnet und viele andere".

((ende)) FAM/PWU
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