ÖH fordert Aufklärung der Kurzleaks

Manipulierte Studie zu Islam-Kindergärten ist untragbar

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zeigt sich bestürzt über die im Falter veröffentlichten Dokumente, wonach Beamt_innen im Ministerium von Sebastian Kurz, dem frisch gewählten Parteiobmann der Neuen Volkspartei (ÖVP), eine Studie zu islamischen Kindergärten in Wien nachträglich verändert haben sollen.
 
Ziel der Manipulationen war es scheinbar, das Ergebnis der Studie an Kurz’ Wahlprogramm anzupassen. Marita Gasteiger vom Vorsitzteam der ÖH stellt klar: “Das ist in zweierlei Hinsicht verwerflich: Dieses Vorgehen widerspricht nicht nur jeglicher wissenschaftlicher Integrität, sondern zeigt auch, dass Inhalte bewusst verdreht werden, um menschen- und islamfeindliche Inhalte zu bedienen.”
 
Die Bundesvertretung der ÖH spricht sich klar gegen Diskriminierung und für den Erhalt der wissenschaftlichen Qualität aus. Sie verurteilt die Geschehnisse auf das Schärfste. “Dass ein Institut der ältesten Universität Österreichs bereitwillig ein solches Treiben unterstützt, ist ganz klar abzulehnen. Wir fordern das Rektorat zu einer umfassenden und schnellen Aufklärung auf”, sagt Gasteiger, selbst Studierende der Uni Wien. 
 
Besagte Studie stammt von Ednan Aslan, einem Religionspädagogen am Institut für Islamische Studien der Uni Wien und wurde vom Außenministerium in Auftrag gegeben. Eine Stellungnahme des Ministers lässt noch auf sich warten. “Derartige Praktiken haben in der Politik nichts zu suchen und sind zu verurteilen”, so Gasteiger abschließend.

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