Für mehr Transparenz: Woran Pharmaindustrie und Ärzteschaft 2016 gemeinsam arbeiteten

Gemeinsam für medizinischen Fortschritt.

Die pharmazeutische Industrie ist innovationsgetrieben und arbeitet intensiv daran, Krankheiten zu beseitigen oder dort, wo noch keine Heilung möglich ist, Patienten zu einer verbesserten Lebensqualität zu verhelfen. Es braucht das Miteinander von Industrie und Ärzteschaft, um die Qualität und den wissenschaftlichen Fortschritt in der Gesundheitsversorgung voranzutreiben.
Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig
Wissenschaftliche Fortbildung spielt hier eine wichtige Rolle. Kontinuierliche Wissenserweiterung ist für uns Ärzte nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern Teil des beruflichen Selbstverständnisses: Wir wollen unsere Patienten mit modernen Therapien bestmöglich versorgen.
Dr. Herwig Lindner, 1. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
Wir bekennen uns zur Zusammenarbeit und gehen mit der Initiative den nötigen Wandel hin zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen
Dr. Jan Oliver Huber, Dr. Herwig Lindner

Wien (OTS) -

Mit 30.06. legten die pharmazeutischen Unternehmen die geldwerten Leistungen offen, die in der Zusammenarbeit mit Ärzteschaft, Krankenhäuser, etc. erbracht wurden.

Mit 30.6. veröffentlichten die pharmazeutischen Unternehmen heuer zum zweiten Mal ihre geldwerten Leistungen, die im vergangenen Jahr an Ärzte, Krankenhäuser und andere Angehörige sowie Institutionen der Fachkreise, unter anderem für Klinische Forschung oder Ärztefortbildung, erbracht wurden. In einer gemeinsamen Pressekonferenz sprachen sich die Österreichische Ärztekammer und die Pharmig für mehr Transparenz im Gesundheitswesen und für mehr öffentliches Verständnis für diese Zusammenarbeit aus. Dass beide Partner kooperieren, ist essenziell für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher und die Gesellschaft insgesamt. 

 Rund 90 Mio. Euro zahlten die heimischen Pharmaunternehmen im Kalenderjahr an die Angehörigen und Institutionen medizinischer Fachkreise, um die medizinische Versorgung stetig zu verbessern und gesellschaftlichen Fortschritt zu gewährleisten. Ein Drittel (ca. 33,7 Mio. Euro) entfiel dabei auf Forschungstätigkeiten und die Durchführung klinischer Studien, die im Rahmen der Arzneimittelentwicklung stattfindet. Ein weiteres Drittel (ca. 33,8 Mio. Euro) kam Veranstaltungen zugute, die der wissenschaftlichen Information und fachlichen Fortbildung dienten. Der restliche Anteil teilt sich in Dienst- und Beratungsleistungen (ca. 14,7 Mio. Euro z.B. Vortragstätigkeit im Rahmen eines Fachkongresses) sowie in Spenden und Förderungen für Institutionen (ca. 7,7 Mio. Euro z.B. für Aus- und Weiterbildung) auf.

Dazu Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber: „Die pharmazeutische Industrie ist innovationsgetrieben und arbeitet intensiv daran, Krankheiten zu beseitigen oder dort, wo noch keine Heilung möglich ist, Patienten zu einer verbesserten Lebensqualität zu verhelfen. Es braucht das Miteinander von Industrie und Ärzteschaft, um die Qualität und den wissenschaftlichen Fortschritt in der Gesundheitsversorgung voranzutreiben.“

Dr. Herwig Lindner, 1. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, setzt fort: „Wissenschaftliche Fortbildung spielt hier eine wichtige Rolle. Kontinuierliche Wissenserweiterung ist für uns Ärzte nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern Teil des beruflichen Selbstverständnisses: Wir wollen unsere Patienten mit modernen Therapien bestmöglich versorgen.“ Die Unterstützung der Industrie sei notwendig und würde von Ärztinnen und Ärzten auch geschätzt, da sie aufgrund strenger Regeln in einem absolut professionellen Setting stattfinde.

Lindner und Huber sind überzeugt, dass die Offenlegungs-Initiative zu mehr Verständnis und Nachvollziehbarkeit im Gesundheitswesen beiträgt. Jedoch sehen beide Systempartner verstärkt Informationsbedarf seitens der Öffentlichkeit, die mit Entstehen medizinischen Fortschritts kaum vertraut ist. „Wir bekennen uns zur Zusammenarbeit und gehen mit der Initiative den nötigen Wandel hin zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen“, so Huber und Lindner.

Mehr Informationen auf www.transparenz-schafft-vertrauen.at

Infografik „Offenlegung geldwerter Leistungen 2016“: bitte klicken Sie hier.

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