Karas/Rübig: Neuer Afrika-Fonds soll Ursachen der Migration bekämpfen

EU-Investitionsfonds soll 44 Milliarden Euro Investitionen nach Afrika locken

Straßburg (OTS) - Das Europäische Parlament beschließt morgen einen neuen Afrika-Investitionsfonds. "Wir müssen dem Migrationsdruck aus Afrika durch eine konsequente Ursachenbekämpfung in jenen Ländern begegnen, aus denen die Migranten aufbrechen. Dabei dürfen wir nicht nur auf öffentliche Gelder setzen. Wir brauchen intelligente Instrumente, die auch private Investitionen in Afrika auslösen", so die Europaabgeordneten Othmar Karas und Paul Rübig.

"Der neue Afrika-Investitionsfonds soll nachhaltig Wachstum, Beschäftigung und Strukturen vor Ort schaffen. Es geht darum, den Menschen dort eine Perspektive und reale Zukunftschancen zu geben, wo sie leben", so Karas, außenpolitischer Sprecher der ÖVP im EU-Parlament.

"Wir brauchen strategische Investitionen mit Langzeitwirkung", so Rübig, der den Fonds für die Europäische Volkspartei (EVP) verhandelte. Mit einem Einsatz von 3,35 Milliarden Euro können nach Einschätzung der EU-Kommission Investitionen über 44 Milliarden Euro mobilisiert werden. "Wir wollen Ausbildungsmöglichkeiten und sichere Arbeitsplätze in Herkunftsländern wie Nigeria, Gambia oder dem Senegal schaffen. Dabei stützen wir uns vom Mechanismus her auf den erfolgreichen EU-Investitionsfonds EFSI, der soeben aufgestockt, verlängert und verbessert wurde", sagen Karas und Rübig.

Nur finanzielle Hilfen reichen aber nicht aus, betont Rübig. "Es muss technische Hilfe an Ort und Stelle geben, um Investoren anzulocken. Um das Geschäftsumfeld attraktiver zu machen, muss vor allem die Rechtsstaatlichkeit verbessert werden, Genehmigungsverfahren müssen transparent und möglichst unbürokratisch sein", erklärt der Europaabgeordnete.

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