Autokratisches Verständnis des ORF vom Medienmarkt bedarf dringend der Korrektur

ORF-Aussagen unterstreichen Handlungsbedarf für Medienpolitik

Wien (OTS) - In einem im aktuellen tv media abgedruckten Interview hat sich der Generaldirektor des ORF zu den jüngst präsentierten Reformvorschlägen des VÖP für den österreichischen Medienmarkt („Media Future Perspectives“) geäußert. Durch seine unqualifizierten Aussagen hat er jedoch mehr als deutlich gemacht, wie wichtig und dringend die Umsetzung der Vorschläge des VÖP tatsächlich ist.

Der Generaldirektor des ORF bezeichnet die Reformvorschläge des VÖP als „Putschversuch“ – und deklariert damit das Selbstverständnis des ORF: Als der alle anderen dominierende Herrscher am Medienmarkt, an dem keine Kritik zulässig ist, da diese einem „Putsch“ gleichkäme. „Hier zeigt sich ein fast schon ‚nordkoreanisches‘ Verständnis des Medienmarktes.“, so Dr. Ernst Swoboda, Vorstandsvorsitzender des VÖP und Geschäftsführer von KRONEHIT. „Genau das ist einer der Hauptgründe für die Schieflagen am österreichischen Medienmarkt und bedarf dringend einer grundlegenden Veränderung.“

In das Bild des autoritären Systems passt auch die eindeutig der Propaganda zuzuordnende Behauptung des ORF, dass der VÖP „nichts anderes“ sei als die deutschen Werbefenstervermarkter. „Diese Aussage ist ein Affront gegenüber den österreichischen Radio- und Fernsehveranstaltern, die nichts mit deutschen Werbefenstern zu tun haben und rund 90% der Mitglieder des VÖP stellen.“, so Swoboda weiter. „Aber Propaganda hat ja schon rein begrifflich nichts mit Wahrheit zu tun.“

Abgerundet wird die Verbalattacke des ORF-Generaldirektors durch erpresserische Drohungen wie etwa, dass die vorgeschlagenen Veränderungen der Rahmenbedingungen Tausende Arbeitsplätze beim ORF und bei von ihm abhängigen Branchen verloren gehen würden. „Diese Aussage ist schlicht unwahr und völlig unsachlich.“, so Swoboda. „Auch die Behauptung, dass die wichtigsten ORF-Programme wie ORF eins, ORF III, Ö1 und Ö3 in der Form nicht mehr existieren würden, fällt in den Bereich der manipulativen Schreckensszenarien.“

Aus Sicht des VÖP unterstreichen die gänzlich unangemessenen Aussagen des ORF-Generaldirektors den dringenden Handlungsbedarf der österreichischen Medienpolitik: „Man könnte all dies einfach als Alltags-Kabarett abtun und nicht ernst nehmen. Oder aber genau deshalb die Ärmel aufstricken, den österreichischen Medienmarkt neu ordnen und den Allmachtsphantasien des ORF endlich Einhalt gebieten!“, so Swoboda abschließend.

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