"Gemeinsame Verantwortung für den gemeinsamen Raum"

LH Wallner und LR Rüdisser: Raumbild Vorarlberg 2030 soll Perspektiven für räumliche Entwicklungen aufzeigen

Bregenz (OTS) - (VLK) – Vorarlbergs Einwohnerzahl wächst, die wirtschaftliche Entwicklung ist dynamisch. Dadurch steigen die Nutzungsansprüche an den Raum – der Raum wird aber nicht mehr. Mit der Erstellung eines "Raumbildes Vorarlberg 2030" sollen daher Leitlinien und Ziele seitens des Landes festgelegt werden, um die vielfältigen räumlichen Ansprüche zu koordinieren, so Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser im Pressefoyer am Dienstag, 4. Juli 2017.
Ein strategisches landesweites Entwicklungskonzept wie das Raumbild Vorarlberg 2030 schaffe die Basis, um raumrelevante Themen umfassender abzudecken, eine vorausschauende aktive Planung zu forcieren und die Möglichkeiten einer Planung auf gemeindeübergreifender Ebene – z.B. in Regios – stärker zu nutzen. Das Land lädt daher Gemeinden, Regionen sowie die verschiedenen Interessensgruppen ein, gemeinsam ein solches Leitbild für die räumliche Entwicklung Vorarlbergs zu erarbeiten. "Es braucht gemeinsame Verantwortung für den gemeinsamen Raum", betonte Wallner.

Das Leitbild werde auf einer soliden Analyse, klaren Zielen und Leitsätzen sowie auf Strategien zum Erreichen dieser Ziele aufbauen. "Auf diesem Fundament können wir dann die konkreten Projekte in den verschiedensten Themenbereichen von Grünzone bis Verdichtung und Stärkung der Ortszentren formulieren und aufeinander abstimmen", sagte Landesstatthalter Rüdisser.

Das Raumbild Vorarlberg 2030 soll ein strategisches Gesamtkonzept zur künftigen raumrelevanten Entwicklung des Landes bilden. Dementsprechend umfassend sind die 3+1 Kernthemen, die im Rahmen des Raumbildes behandelt werden. Die Themenfelder "Freiraum und Landschaft", "Siedlung und Mobilität" sowie "Wirtschaftsraum und Tourismus" werden im Leitbild gemeinsam betrachtet und zusammengeführt. Hinzu komme als Querschnittsthema die gezielte weitere Stärkung der regionalen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden (z.B. in Regios), wie Landeshauptmann Wallner erläutert. Damit soll das Raumbild ein strategisches Zukunftsszenario für die Entwicklung des gemeinsamen Lebensraums Vorarlberg bis 2030 bilden.

Es gelte Nutzungskonflikte in der räumlichen Entwicklung zu entschärfen und ein bestmögliches Gleichgewicht zwischen den vielzähligen Interessen zu finden, erklärten Wallner und Rüdisser:
"Unterschiedliche Interessen und Wertehaltungen sind verständlich, aber es ist auch unumgänglich, dass sich alle um einen Ausgleich und Kompromiss bemühen, in dem diverse Anliegen entsprechenden Raum haben. Das hat Vorarlberg immer ausgemacht und diesen Spagat müssen wir auch heute schaffen."

Dementsprechend ist der gesamte Prozess kooperativ angelegt. Wolfgang Pfefferkorn vom Büro Rosinak & Partner, das das Land als externer Projektbegleiter unterstützen wird, schilderte den Zeitplan. Am Beginn steht im Herbst 2017 eine Runde mit den Fachabteilungen des Landes, im Frühjahr 2018 folgt eine große Raumbildkonferenz mit intensiver Beteiligung von Regionen, Gemeinden und Interessengruppen, und ab Frühsommer 2018 sollen dann auch Beteiligungsmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Die Beschlussfassung in der Landesregierung ist für Anfang 2019 vorgesehen.

Rückfragen & Kontakt:

Amt der Vorarlberger Landesregierung
+43 5574 511 20137
presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at/presse
+43 664 6255668
+43 664 6255102

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL0001