Schagerl/Noschiel: VP-Pakete haben noch keinen Polizisten zusätzlich nach Niederösterreich gebracht

Niederösterreich neu denken heißt auch in Sicherheit investieren

St. Pölten, (OTS) - Mit Versprechungen aus dem VP-geführten Innenministerium im Zusammenhang mit zusätzlichen Dienstposten bei der Polizei hat Niederösterreich zuletzt keine guten Erfahrungen gemacht. Von den 620 versprochenen zusätzlichen Polizistinnen und Polizisten im Jahr 2011 hat bis heute keiner seinen Dienst in NÖ angetreten. „Niederösterreich neu denken heißt für mich ganz klar, dass wir als Bundesland in die Sicherheit investieren und Versäumtes umgehend aufholen müssen. Das Sicherheitspaket von Mikl-Leitner & Sobotka ist in Wahrheit aber bloß ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die fehlenden Investitionen und das Aushungern der Dienststellen führten zu teilweise dramatischen Zuständen in Niederösterreichs Regionen“, betont SPNÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Helmut Schagerl.

Derzeit werde die prekäre Situation, so Schagerl, hinter nichtssagenden Statistiken verschleiert. Der hohe Altersdurchschnitt und der wachsende Frauenanteil unter den Exekutivkräften hätten in der jüngeren Vergangenheit die Teilzeitquote nach oben steigen lassen. So zeige sich, wenn der Blick einzig auf den Personalstand geworfen werde, zwar ein akzeptabler Wert, tatsächlich seien die Fehlstände aber abenteuerlich, stellt Schagerl klar: „Wir brauchen daher in Wahrheit dringend bis zu 1.500 neue, junge Polizistinnen und Polizisten in Niederösterreich mehr. Und das besser heute als morgen, um auch die über 500 Beamten, die bis 2020 ihre Pension antreten, nachbesetzen zu können.“

„Die Personalnot an den Basisdienststellen ist größer denn je. Die vielen Sonderverwendungen und Spezialisierungen verschärfen die Lage zusehends. Es bleibt zu hoffen, dass das angekündigte Sicherheitspaket nicht nur eine weitere Beruhigungspille bleibt, sondern endlich die Warnungen aus der Kollegenschaft ernstgenommen werden. Dazu gehört auch zweifelsohne die längst fällige und schon fast seit zwei Jahrzehnten notwendige Zusammenführung der dislozierten Dienststellen zu Sicherheitszentren“, so Landesvorsitzender Martin Noschiel vom Klub der Exekutive.
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